Schafkopfen

In Glonn kann man Schafkopfen lernen

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V.l.: Michaela Zehentner, Bea Oehler und Robert Zehentner zeigen gern wie gesellig Schafkopfen sein kann.

Schafkopfen, das fast schon ehrwürdige Kartenspiel der Bayern wird neu belebt – zumindest in Glonn und Umgebung.

Glonn – Dazu haben sich Michaela Zehentner und Bea Oehler (neben Bernhard Gasteiger, Steffi Kintzel, Antje Packebusch, Claudia Siedle-Ruane und Robert Zehentner) entschlossen. Die beiden kennen sich aus dem Förderverein für Kinder, Jugendliche und Familien in der Gemeinde Glonn e. V., KiJuFa. Mittlerweile spielen sie auch gemeinsam, bzw. sie üben, denn Oehler praktiziert das Gelingen mit den Karten erst seit drei Monaten. Und wie man von Profis hört, braucht es mindestens ein Jahr bis man sich zu den Könnern mit an den Tisch setzen darf. 

Das war auch der Grund dafür, dass sich die beiden dazu entschlossen einen Kurs für Anfänger zu organisieren. „Einfach weils schee iss und weil es dir keiner beibringen mag“, erklärt Zehentner begeistert. Sie wollen das Spiel, welches ein wenig in Vergessenheit geraten ist, durchaus auch wegen dem Wirtshaussterben, denn nicht jedes Gasthaus erlaubt das Kartenspiel in seinen Räumen, zu neuem Leben erwecken. „Es ist ein sehr geselliges Spiel, aber nicht dumpfbacken, wie manche meinen, man muss schon viel rechnen und gut aufpassen, konzentriert sein“, erläutert Oehler weiter. 

An fünf Abenden bzw. Nachmittagen können sich im September die Anfänger treffen, um von Vollprofis das Glück mit den Karten zu erlernen. Am ersten Abend wird es eine Einführung geben plus einem Handout, um die ganz eigene Schafkopfsprache zu erlernen, wie auch die bayerische Kartensprache an sich. „Denn nicht jeder weiß, was ein Ober, Unter oder eine Schelle ist“, schmunzelt Robert Zehentner, der Ehemann von Michaela und ein Profi, der auch an den Kurstagen unterrichten wird. Er spielt seit 35 Jahren in verschiedenen Gruppen und ist von der Idee seiner Frau sehr angetan das Schafkopfen unter den Mann, nein nicht nur, natürlich auch unter die Damenwelt zu bringen. 

Am besten wäre es und darüber würden sich alle am meisten freuen, wenn sich nach dem Kurs verschiedene Gruppen bilden würden, die miteinander spielen mögen – dauerhaft. Die würden die Profis natürlich auch noch ein Stück weit begleiten und sozusagen den optimalen Spielverlauf beraten. Aber nicht nur Anfänger sind an den fünf Terminen willkommen, auch solche Kartler, die vielleicht das Spiel an sich schon kennen, nur seit Jahren nicht zum spielen oder trainieren kamen. Das muss man nämlich durchaus, das Spiel braucht Übung, Übung, Übung, spielt man schließlich um Geld. Natürlich nicht um große Beträge, alles rein symbolisch. 

Und doch gibt es bei dem KiJuFa-Turnier, welches alle ein bis zwei Jahre stattfindet, schöne Preise zu gewinnen, die von der Glonner Geschäftswelt großzügig gespendet werden. Man sieht also, die Übung kann sich lohnen. Alle Zugeroasten, Interessierten, Jung und Alt, Frauen und Männer, alle sind herzlich eingeladen, dieses scharfsinnige Spiel kennenzulernen und vor allem lieben zu lernen. Das merkt man den „Profis“ schon deutlich an, sie schwärmen geradezu von dem Spiel und wahrscheinlich auch von der Geselligkeit, die sich damit verbindet. 

Die fünf Termine kosten für KiJuFa Mitglieder 15 Euro pro Familie, 7 Euro pro Einzelperson, für Nichtmitglieder 30 Euro pro Familie, 15 Euro pro Einzelperson inklusive eines farbigen Skriptes und Voll-und Rundumbetreuung von einem Profi-Kartler. Stattfinden werden die fünf Termine für alle im Alter von 10 bis 99 Jahren, in der Klosterschule Glonn: 13. September von 17 bis 20 Uhr, 15. September von 14 bis 17 Uhr, 22. September von 14 bis 17 Uhr, 27. September von 17 bis 20 Uhr, 29. September von 14 bis 17 Uhr. Falls nicht alle Termine wahrgenommen werden können, ist es auch möglich einzelne zu besuchen. Anmeldung unter: info@kijufa.de.Tretner

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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