Einweg ist kein Weg

Tag der Regionen in Grafing

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Grebner (Wirtschaftsförderer Grafing), Lisa von Eitzen, Jasmin Ringer, Julian Schmidt ( Grafing goes green), Landrat Robert Niedergesäß, Martin Gruber (Rewe Grafing) und Christina Spiegel, Klimaschutzmanagerin

10 Schüler aus dem Gymnasium in Grafing schlossen sich zusammen, um plastikfreies Einkaufen interessant zu machen

Grafing – Auf dem gut besuchten Tag der Regionen beim Rewe-Markt in Grafing hatten sie sich zum ersten Mal nun präsentiert. Der Stand wurde ihnen von Martin Gruber zur Verfügung gestellt. Ihm wurde das Projekt vorgestellt und er war auch der erste, der sofort und begeistert, ja dazu sagte. Mittlerweile machen immer mehr Geschäfte mit bei der Stempelkarte für einen plastikfreien Einkauf. Im Moment sind es 13 an der Zahl, aber es werden immer mehr. Die Schüler entwickelten eine Stempelkarte mit zehn Feldern und jedes Mal, wenn ein plastikfreier Einkauf stattfand, bekommt der Kunde und Besitzer solch einer Karte, einen Stempel. Es funktioniert quasi wie eine Bonuskarte.

„Ganz ohne Plastik geht es noch nicht“, erklärt Jasmin Ringer (16 Jahre) und eine der Gründerinnen von dem Projekt. Die Menschen sollen vor allem auf die Plastiktütchen beim Gemüse verzichten, mit der Tupperware beim Metzger einkaufen oder auch die Papiertüten beim Bäcker mit einem Leinensackerl einsparen. Man könnte vielleicht meinen, den Geschäftsleuten wäre das zu aufwendig. Falsch gedacht, denn wie die Schüler aufklären, würden zum Beispiel die Metzger und Bäcker im Ort durchaus bereit sein und finden es selber schade, dass so wenig Leute die eigene Verpackungsalternative in ihren Einkauf miteinbeziehen. 

Angefangen mit dem Projekt haben die zehn Schüler direkt vor ihrer Tür. Es nervte sie dermaßen, dass in den Schulpausen, alle so viel Müll produzierten. „Und“, wie Ringer weiter erzählt, „finden wir es schon gut zu protestieren und zu streiken, denn damit rütteln wir Politiker auf, aber wir wollten etwas tun“. Stimmt, gestreikt wird ja schon. Und so sind die Jugendlichen im Moment schwer unterwegs mit ihrem Projekt „Grafing goes green“ - und das alles übrigens in ihrer Freizeit. Unterstützt werden sie sehr von der Stadt Grafing und da vor allem von Tim Grebner, Wirtschaftsförderer der Stadt und Christina Spiegel, die Klimaschutzmanagerin vor Ort. Beide betonen, wie toll sie das Engagement der Gruppe finden. Einen kleinen Anreiz für die bald „plastikfreien“ Bürger haben die Jungen aus Grafing auch. So gibt es, wenn man die zehn Mal Einkaufen ohne Plastik geschafft hat, eine Chance zu gewinnen. Einmal im Monat werden drei Gewinner unter den Einkaufenden verlost. Wer seine Kartennummer dann im Gemeindeblatt, auf Facebook oder der Webseite von „Grafing goes grenn“ entdeckt, darf sich unter anderem zum Beispiel über eine Zehnerkarte fürs Freibad freuen. Aber auch viele andere Gewinne wird es geben. Es werden immer drei Gewinne verlost. 

Gesponsert werden die Belohnungen von der Stadt Grafing, wie auch die Stempelkarten. Und das Abfallwirtschaftsamt in Ebersberg stiftet zeitnah neue Stempel, fürs stempeln, denn das soll so wenig wie möglich aufwendig sein, für die Geschäfte, die mitmachen. Im Moment sind das noch kleine Stempelkissen plus Stempel und bei dem großen Andrang, welches das Projekt hoffentlich haben wird, wäre das zu kompliziert. Ein Druckstempel wird das erleichtern. Ende Oktober wird die erste Verlosung stattfinden und mal sehen, wer die ersten Gewinner sein werden. Andrea Tretner

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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