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Poing und Grafing auf der Warteliste

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Gymnasium Vaterstetten
Vaterstettens Humboldt-Gymnasium soll bayernweit das Gymnasium mit den meisten Schülern sein. © hr

Zwei Mammutschulprojekte stehen auf der Agenda des Landkreises Ebersberg: das fünfte kreiseigene Gymnasium in Poing und das Berufsschulzentrum in Grafing. 

Ebersberg – Wer kommt rein in den Haushaltplan 2023? Wer bleibt auf der Warteliste. Trotz flammender Plädoyers von Albert Hingerl (SPD) pro Gymnasium (110 Mio. Euro) und von Kreishandwerksmeister Hans Schwaiger (CSU) pro Berufsschulzentrum (107 Mio. Euro) blieben beide Projekte auf der Warteliste. Laut der kommunalen Verordnung sind Projektkosten in ihrer Gänze im Finanzplan darzustellen. Allein die Planungskosten und dann einige Zeit später die Baumaßnahme selbst einzustellen, sind nach Angaben der Kreisverwaltung nicht möglich.

Auch nur eine „Baumaßnahme in dieser Größenordnung verhagelt uns die Finanzplanung“, appellierte Landrat Robert Niedergesäß an die Fürsprecher, die Projekte noch einmal auf der Warteliste zu belassen; er verdeutlichte, dass ein solches Projekt die von den Landkreisgemeinden zu zahlende Kreisumlage massiv in die Höhe treibe.

Poings Bürgermeister Thomas Stark und die Bürgerinitiative, die sich für die Realisierung des Gymnasiums einsetzt, distanzierten sich im Kreis- und Strategieausschuss von E-Mails, die Bürger an den Kreistag geschickt hatten und darin die Kreisräte baten, dem „Interesse der Bürger und nicht persönlichen politischen Interessen nachzugehen“. ar

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