Drei-Königs-Tag der Kreis-CSU

CSU Schwergewichte setzen Signale

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Am Drei König-Nachmittag präsentierte sich die CSU in voller Landkreisstärke nebst großem Polizeiaufgebot in Vaterstetten.

Staat muss Großfamilie ersetzen und Sicherheit gewährleisten.

Landkreis – Mit politischen Schwergewichten setzt die CSU zu Jahresbeginn Signale. In Grafing stellte sich Söder-Stellvertreter Finanzstaatsekretär Albert Füracker der aktuellen demographischen Situation, in Vaterstetten nahm Bayerns Innenminister Joachim Hermann Stellung zu Sicherheits-politischen Fragen und heute wird Bundesinnenminister Thomas de Maizière auf dem Blaulichtempfang des Kreisverbandes sprechen. Brachte im vergangenen Jahr Bayerns Finanzminister Markus Söder den Kastenwirt in Grafing fast zum Bersten, so war heuer die politische Familie bedingt auch durch die Parteiklausur in Kloster Seeon am Morgen personell geschwächt. „Ich habe mich mit dem Stellvertretersein arrangiert“, erklärte Füracker und ließ nicht unerwähnt, dass auch der Papst Stellvertreter sei. Die Politik sieht Füracker als Dienst am Menschen. In seine Zuständigkeit fallen insbesondere Regionalmanagement und Breitbandausbau. Letzterer ist nicht nur für junge Menschen und Wirtschaftsbetriebe wichtig, erklärte der vierfache Familienvater aus der Oberpfalz, sondern auch die ältere Generation sinnvoll. Medizinische Probleme könnten durch die Telemedizin leichter angegangen werden. Nicht dass er dem Landkreis Ebersberg seinen laut Focus-Money erklärten Spitzenrang streitig machen wolle, sein Credo aber sei, alle Landkreise so attraktiv zu gestalten, dass junge Menschen in ihrer Region verbleiben können. Fehlende junge Menschen könnten nicht einfach durch Zuwanderung ersetzt werden, betonte Füracker.

Aufgrund des demographischen Wandels und der neue gesellschaftlichen Strukturen müsse nun der Staat die Aufgaben wie Kinderbetreuung und Seniorenpflege übernehmen. Das war zu Zeiten der Großfamilie, die auch er noch kenne, nicht der Fall. Kinder wurden unter dem gemeinsamen Dach von Großeltern mit aufgezogen, die Pflege der Älteren von den Jüngeren übernommen – ehrenamtlich. Da dies heute so nicht sei, müsse der Staat solche Aufgaben übernehmen – kostenpflichtig für die Einrichtungsnutzer. Budgetkosten nannte er auch für die Integration der Flüchtlinge. Noch 2014 sei man mit einem Betrag von 300 Millionen Euro ausgekommen. Für die Jahre 2015 und 2016 habe der Freistaat Bayern 4,5 Milliarden Euro in die Integration investiert und weitere 4,5 Milliarden Euro werden für 2017 und 2018 folgen. Dabei müsse er sich auch in seiner Oberpfälzer Heimat fragen lassen, warum hier ein Rentnerpaar im Monat mit 1000 Euro Rente auskommen müsse. „Der Gesellschaft geht es so gut wie nie, auch wenn nicht alle auf immer der Sonnenseite des Lebens stehen“, erklärte Füracker. Dennoch sieht es als Aufgabe der Politik, kein Bayern der zwei Geschwindigkeiten zu zulassen; zum einen in den Metropolregionen, zum andern in den Randregionen. Hier gelte es Anreize zu schaffen, die die Politiker mit den Bürgern zusammen erarbeiten müssten. Dann könnte auch die angespannte Wohnungs-Problematik gemildert werden.

Der Arbeitseinsatz des Grafinger CSU-Ortsvorsitzenden trägt offensichtlich Früchte in Form einer steigenden Mitgliederzahl. Auch der Landtagsabgeordnete Thomas Huber bedankte sich bei Grafings Grüner Bürgermeisterin „ für die menschlich angenehme Zusammenarbeit“, weil diese oft die CSU-Vorschläge aufnehme und bei grundsätzlich gegenteiliger Meinung man „respektvoll miteinander umgeht“. „War das ein Nicken, Angelika“, fragte Huber die anwesende Bürgermeisterin und stellte fest „ein Kopfschütteln war es nicht“. ar

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