Geburtstagsfeier als Chefsache

Der 100-Jährige und seine Lehrbuam

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Zu seinem 100. Geburtstag traf sich Martin Berger mit den Vaterstettener Ex-Bürgermeistern Peter Dingler, Robert Niedergesäß, sowie den amtierenden Bürgermeistern Georg Reitsberger, Günter Lenz und Martin Wagner (v. li.)

Zu seinem 100. Geburtstag schwelgt Altbürgermeister Martin Berger mit drei Nachfolgern in Erinnerungen.

Vaterstetten – „Der 100-Jährige und seine Lehrbuam“, sagt Johann Gunszt und blickt in die Runde. Dabei lässt der Parsdorfer offen, ob er seine Ex-Kollegen aus der Gemeindeverwaltung meint oder all die ehemaligen und amtierenden Bürgermeister der Gemeinde. Die Ex-Bürgermeister Peter Dingler und Robert Niedergesäß, der amtierende Rathaus-Chef Georg Reitsberger sowie seine Stellvertreter, die langjährigen Bürgermeister Martin Wagner und Günter Lenz - sie alle sind gekommen, um Martin Berger zum 100. Geburtstag zu gratulieren. 

Zwölf Jahre lang, von 1978 bis 1984, war der gebürtige Weißenfelder erster Bürgermeister der Gemeinde Vaterstetten. In die Amtszeit des parteilosen Berger fielen viele wegweisende Entscheidungen in der Großgemeinde. „Das Sportgelände war wohl eine der weitsichtigsten Entscheidungen von Berger damals“, lobt Bürgermeister-Nachfolger Dingler an diesem Vormittag. Leicht aber sei die Sache nicht gewesen, erinnert sich der Jubilar. „18 Millionen Mark, wo soll man das Geld bloß hernehmen“, sei damals die umstrittene Frage gewesen. 

Zudem habe sich die Bevölkerung damals wahnsinnig über den überdimensionierten Parkplatz geärgert. „Wenn die damals gewusst hätten, was aus Vaterstetten mal wird“, meint Georg Reitsberger und bezeichnet es als „mutige, aber richtige Entscheidung“. Den Platz habe man später gut brauchen können, um dort einen der ersten Wertstoffhöfe Bayerns einzurichten. Und inzwischen steht die neue Grund- und Mittelschule im früheren Sport- und Freizeitgelände. Ein „kleines Husarenstück“ von Berger sei auch die Ansiedlung der Realschule gewesen. Bei der Standortentscheidung habe er damals geschickt die Karte mit einem Grundstück in der Rückhand gespielt und andere Gemeinden ausgestochen. 

„Er war als sehr energischer Bürgermeister bekannt, auch nach oben“, erzählt Reitsberger. Wenn Berger für die Gemeinde was durchsetzen wollte, sollte man sich lieber nicht mit ihm anlegen. Berger selbst erinnert sich noch an ganz andere Dinge. Den Straßenbau oder den Bau der Wasserleitungen. Für den über Zuschüsse refinanzierten Bau der Verbindung zwischen Grub und Wolfesing erhält er seitdem auch Geburtstagsgratulationen aus Poing. In Vaterstetten werde man den Namen Berger stets in Ehren halten, betont Reitsberger. Vor fünf Jahren hat ihm die Gemeinde bereits den Ehrentitel „Altbürgermeister“ verliehen. die

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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