„Es ist toll hier“

Kreisjugendring Ebersberg startet 2019 mit neuem Geschäftsführer

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Philipp Spiegelsberger ist bis 2020 Geschäftsführer des Kreisjugendrings Ebersberg.

Seit 1. Dezember leitet Philipp Spiegelsberger den Kreisjugendring Ebersberg. Neben bestehenden Projekten möchte er auch Neues anpacken

Ebersberg – Bevor er Geschäftsführer des Kreisjugendrings in Ebersberg wurde, hat der aus Rosenheim stammende Philipp Spiegelsberger studiert und in der freien Wirtschaft gearbeitet. Nach seinem Abitur und dem Zivildienst verbrachte der heute 31-Jährige allerdings erst mal ein Jahr in London. Von dort ging´s nach Augsburg zum Studium des gymnasialen Lehramtes. Nach dem Bachelor wechselte er das Fach und studierte „Ethik der Textkultur“ weiter, „eine Mischung aus Philosophie, Ethik und Kulturwissenschaften,“ wie er erzählt. Nach dem Magister war er dann ein Jahr als strategischer Berater in einem Unternehmen tätig. 

Anschließend lockte ihn nochmals die Hochschule, denn der Bildungsbereich ging ihm nicht aus dem Kopf. Sein zweites Studium, das der erziehungswissenschaftlich-empirischen Bildungsforschung in Nürnberg, schloss er mit einem Master ab. Nach 15 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit als Betreuer und Leiter einer Jugendgruppe in Kolbermoor bewarb er sich nun in Ebersberg um die Stelle des Geschäftsführers beim Kreisjugendring - als Karenzvertretung, denn bis März 2020 ist die bisherige Stelleninhaberin Jessica Früchtl in Elternzeit.. „Es ist toll hier,“ schwärmt der sympathische Mann, „ein idealer Arbeitsplatz.“ Natürlich kann er nicht alles neu erfinden, muss bereits angestoßene Projekte weiterführen, doch er bringt auch eigene Ideen mit. Das Nachfolgeprojekt von Grass 21, „Partnerschaft für Demokratie“ – ein Bundesprojekt - beispielsweise war schon vorbereitet. Spiegelsberger setzt es derzeit um. „Für dieses Projekt haben wir gerade eine Stelle ausgeschrieben. Sobald sie besetzt ist, können wir konkrete Vorhaben zur Förderung demokratischer

Strukturen benennen.“ Dem neuen Mitarbeiter oder der neuen Mitarbeiterin will Spiegelsberger nicht ins Handwerk pfuschen. „Ich will nicht vorgreifen. Der oder die neue soll gestalten und entwickeln können.“ Vom neuen Chef initiiert ist ein neues Format, das auf Argumentationstraining zielt. In Schulungen, Seminaren oder Vorträgen soll ein Grundstock gegen alle Formen von Extremismus vermitteln werden, natürlich auch gegen Rechtsextremismus. Hier arbeitet Spiegelsberger mit den Jugendzentren im Landkreis zusammen. Partizipative Strukturen will er schaffen, keine Zwänge vorgeben. „Die Jugendlichen sollen ihre Projekte selbst entwickeln können. Für Rat und Tat, für Unterstützung stehe ich selbstverständlich jederzeit zur Verfügung,“ bekräftigt der Rosenheimer. „Fortgesetzt werden auf alle Fälle Projekte wie der Jugendkulturpreis oder der Studientag in Kooperation mit dem katholischen Kreisbildungswerk und der Katholischen Jugendstelle.“ 

Bei letzterem geht es darum, ein gesellschaftlich relevantes Thema mit der Jugend zu diskutieren. Auch das Sommerfest bleibt wie es ist. Darüber hinaus will Spiegelsberger Projekte ins Leben rufen, wie eine Landkreis-Rally – bei der jungen Menschen ähnlich einer Schnitzeljagd den Landkreis erkunden können – oder ein Seifenkistenrennen.

Persönlich interessieren ihn besonders die Unterstützung der bestehenden Kinder- und Jugendverbände, die Förderung und Unterstützung von nicht institutionalisierten Gruppen, der Ausbau des Fortbildungsangebots für Jugendliche sowie eine stärkere Vernetzung des Kreisjugendrings mit lokalen Akteuren. Neben Organisation und Koordination der Geschäftsstelle, der Öffentlichkeitsarbeit ist der Geschäftsführer auch für Projektarbeit, Fortbildungen und fachlichem Austausch zuständig, sowie für die inhaltliche wie organisatorische Unterstützung des Vorstandes. Der Kreisjugendring ist der Zusammenschluss der Jugendorganisationen im Landkreis mit 26 Mitgliedsverbänden. Kees

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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