Das Jahr der Biene

Die Stadtflucht der Bienen stoppen

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Wollen blühende Flächen für Biene & Co: Peter Klippel (li.), Vorsitzender des Bienenzuchtvereins Ebersberg, und sein Vorstandsteam sowie Johann Taschner (re.), Leiter der unteren Naturschutzbehörde.

Vorbereitung fürs „Jahr der Biene“ läuft auf Hochtouren

Landkreis – Unter dem Motto „Der Landkreis Ebersberg summt“ soll 2018 das „Jahr der Biene“ werden. Dabei steht die Biene gleichermaßen auch für die Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und Insekten die für eine ertragreiche Ernte sorgen. Es gibt sie, die blühenden Flächen, gar ganze Felder, wie die der Familie Pfluger in Zorneding oder in Baldham als Straßenbegleitgrün. Aber im kommenden Jahr soll das Nahrungsangebot für die Bienen landkreisdeckend verstärkt in den Fokus gerückt werden, wie Johann Taschner, Leiter der unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt, in der Herbstversammlung des Bienenzuchtvereins Ebersberg und Umgebung erläuterte. Eigentlich kann jeder mitmachen, wenn er bienenfreundliche Pflanzen im Garten oder Balkon anpflanzt, oder, da immer mehr Flächen um die Häuser mit Platten versiegelt werden, Pflanztröge mit „Bienenfutter“ aufstellt. Doch nicht nur Blumen- und Gartenfreunde, auch die Landwirtschaft und vor allem die Kommunen sind angesprochen aktiv zu werden. Unterstützen will Taschner die Aktiven, damit diese für die örtliche Bodenqualität auch die entsprechenden Samen erhalten können. Nachhaltig ist es, wenn Obstbäume und Beerensträucher angepflanzt werden, da hier die Wildbienen entsprechende Nistmöglichkeiten bauen können. Gerade in den 21 Landkreisgemeinden befinden sich viele Flächen im Eigentum der Gemeinde. Sogar breites Straßenbegleitgrün kann unbeschadet der Verkehrssicherheit in einen blühenden Streifen wie in Ebersberg verwandelt werden. Fördermittel werden hierfür gestellt, versicherte Taschner. Für Landwirte will der Landkreis „unbürokratisch Mittel bereitstellen“, damit Ackerränder wieder blühen. Privatpersonen sollen gemäß dem Vorbild von Umweltministerin Ulrike Scharf die richtige Samenmischung zur Verfügung gestellt werden. Der Kreisgartenbauverein wird einen Foto-Wettbewerb ausloben. Eifrige Gärtner sollten beim Samenkauf auf die Bienenfreundlichkeit achten und den ungefüllten Blüten den Vorzug geben. Mit dem „Jahr der Biene“ werden zwei Aspekte verfolgt. Zum einen werden die Honigbienen wie auch Wildbienen, Hummel & Co in ihrer Erhaltung gefördert; zum anderen wird so der Biodiversität, dem Erhalt der Pflanzenvielfalt Rechnung getragen. Nicht steriles Grün, sondern bunte Flächen sollen in den Gemeinden entstehen. Am 23. November 2017 fällt das Startsignal für das „Jahr der Biene 2018“. ar

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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