Das Mietproblem in Grafing bekämpfen

Starthilfe für Wohnungssuche

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Wer künftig eine Wohnung sucht, kann auf die Unterstützung der Transition Town Grafing zählen.

Eine neue Initiative der Transition Town Initiative Grafing begegnet dem Mietproblem

Grafing – Bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper, nicht nur in den Städten. Auch im Landkreis sind die Mieten inzwischen ganz schön angestiegen. Wer eine bezahlbare Wohnung will, muss lange suchen. Ein brisantes Thema. Eigentlich Aufgabe der Politik, hier Maßnahmen zu ergreifen, doch momentan dreht die Schraube immer weiter zu. 

Das kann so nicht weitergehen, dachten sich Vertreter der Transition Town Initiative Grafing und haben ein neues Projekt auf die Beine gestellt, das sich dieser Problematik gewissermaßen auf nachbarschaftlicher Ebene annimmt. „WOHNSINN – miteinand bist ned alloa“ heißt die neue Initiative. Man will ein Forum schaffen, in dem sich Wohnungssuchende und Wohnungshabende treffen und gegenseitig unterstützen können. „Es gibt in Grafing Menschen, die suchen bezahlbaren Wohnraum und es gibt Menschen, die über viel Wohnraum verfügen und sich vielleicht über Gesellschaft und Hilfe freuen würden,“ kündigt Patrizia Laaf eine erste Nachmittagsveranstaltung am Samstag, 22. September, von 15 bis 17 Uhr im Gemeindesaal der Evangelisch-Lutherischen Kirche (Glonner Straße 7 in Grafing) an. 

Als „parteipolitisch neutrale und konfessionsunabhängige Initiative“ versteht sich das Forum, in dem sich Wohnraumbesitzende mit Wohnungssuchenden kennenlernen und eine Verbindung aufbauen können. Mieter trifft auf Vermieter. Mensch trifft Mensch. Bei Sympathie unterstützt man sich. „In Grafing teilen wir bereits gerne unsere Bücher, unsere Kleider und unsere Talente. Ebenso teilen wir unsere Autos auch mit denen, die auf der Mitfahrbank sitzen und mitgenommen werden möchten. Warum sollten wir nicht einen Schritt weiter gehen und unseren Wohnraum teilen?“ fragt sich Laaf. 

Und so entstand die Idee zu dieser Wohnraum-Initiative. „Bei unseren Treffen ist jeder willkommen, Menschen, die ihr Haus öffnen möchten und Menschen, die einen neuen Platz suchen.“ Explizit verweist Laaf darauf, dass die Transition Town Initiative Grafing keine Listen von Suchenden und Wohnraumbesitzern führen, und auch keine Vermittlung übernehmen will. „Wir geben lediglich Starthilfe. Machen muss es jeder selbst. Jeder kann zu den Treffen zu kommen und sich mit den Anwesenden zu vernetzen.“ Weitere Kennenlern- und Vernetzungstermine im Gemeindesaal sind bereits für den 27. Oktober und den 17. November geplant. Mehr Infos findet man unter https://www. transitiongrafing.de/wohnsinn/. Kees

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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