Gemeinderatssitzung

Startschuss für Bebauungsplan in Albaching

Der „Kreuzwirt“ liegt im neuen Planungsgebiet und soll ersetzt werden
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Der „Kreuzwirt“ liegt im neuen Planungsgebiet und soll ersetzt werden

Gemeinderatssitzung in Albaching: Kreuzstraße, Wasserburger Straße und Angerweg soll neu geplant werden

Albaching – Eine Fläche über rund 10.000 Quadratmeter zwischen Kreuzstraße, der Wasserburger Straße und dem Angerweg in der Gemeinde Albaching soll neu überplant werden.

Um dafür die bebauungsrechtlichen Grundlagen dafür zu schaffen, fasste der Gemeinderat einstimmige Beschlüsse: zum Einen soll der Flächennutzungsplan mit dem Ziel geändert werden, aus dem „Dorfgebiet“ und „Fläche für die Landwirtschaft“ ein „allgemeines Wohn-, Misch- und Gewerbegebiet“ zu machen. Zudem fiel der „Startschuss“ für die Aufstellung eines Bebauungsplans. Damit in dieser Zeit nichts entsteht, was den Interessen der Gemeinde zuwiderläuft, erließ der Rat eine Veränderungssperre für zwei Jahre. Bürgermeister

Rudolf Schreyer erklärte, er rechne damit, dass das Verfahren in spätestens zwei Jahren abgeschlossen sein könnte, er hoffe aber auf „ein knappes Jahr“. Die stellvertretende Bürgermeisterin Jessica Vital-­Robarge mahnte an, sich dafür Zeit zu lassen, da es sich hierbei um ein „Filetstück“ des Ortes handle. Andreas Heinz regte die Einbindung des Sportvereins an, der mit Teilflächen von der Planung betroffen ist. Das Anlegen der Parkplätze am Sportplatz werde zugunsten der Erarbeitung einer „kompletten Lösung“ für dieses Areal also vorerst zurückgestellt, stellte der Bürgermeister fest. Als „sehr erfreulich“ bezeichnete Gemeinderat Bernhard Mayer die Möglichkeit, die sich für die Gemeinde ergebe, im Ortsinneren das Bauen zu ermöglichen.

„Reiner Zufall“ sei es dabei gewesen, so betonte Bürgermeister Schreyer auf Anfrage, dass der Bauantrag der Brauerei Gut Forsting zum Bau eines Mehrfamilienhauses mit Tiefgarage und Stellplätzen beim „Kreuzwirt“ in diesem Bereich zeitlich mit dieser Überplanung zusammengetroffen sei.

So wurde in der Sitzung deutlich, dass dieses Bauvorhaben unter Umständen bauplanungsrechtlich zulässig sei, es aber dennoch den zukünftigen gemeindlichen Planungen entgegenstehe. Es besteht aber die Möglichkeit, eine Ausnahme von der Veränderungssperre zuzulassen, wenn die Planungen der Brauerei den vorgesehenen Festsetzungen des künftigen Bebauungsplans dennoch entspricht. „Hat es schon Gespräche mit der Brauerei gegeben?“ wollte August Seidinger im Hinblick auf die neue Planung der Gemeinde wissen. Nein, bisher nicht, so Rudolf Schreyer. Er würde die beschlossenen Maßnahmen nicht als negativ betrachten, stellte Seidinger klar, die Brauerei Forsting müsse als einzigen Nachteil „mehr Zeit einplanen“.

Seine Frage ziele darauf ab, dass man den Bauwerber über die Planungen der Gemeinde seiner Meinung nach „frühzeitig“ informieren und „partnerschaftlich miteinander umgehen“ sollte. Dem stimmte der Bürgermeister zu. Dies sei der „richtige Weg“ meinte auch zweiter Bürgermeister Sebastian Friesinger, da auf diese Weise „alle eingebunden werden“.

Abgelehnt wurde anschließend der neu eingereichte Bauantrag der Brauerei Gut Forsting zum Abbruch des bestehenden Gebäudes beim „Kreuzwirt“ und dem Neubau eines Mehrfamilienhauses mit zwölf Wohneinheiten, einer Tiefgarage und elf Stellplätzen. Diese Ablehnung sei eine „rein formelle Sache“ gewesen und ergebe sich aus dem vorausgehenden Tagesordnungspunkt, der beschlossenen „Veränderungssperre“, betonte Bürgermeister Schreyer - kg

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