Stefan Erdmann Filme

Erdmann-Film im Capitol Grafing

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Das Capitol Grafing zeigte einen Film über das Chiemgau, die Lieblingsgegend der Grafinger von Stefan Erdmann.

Grafing – „Das ist ja hier mein zweites Wohnzimmer“, hörte man Erdmann bei den Eröffnungsworten zum Film sagen. Er war völlig begeistert, dass zu seinen Filmen regelmäßig das Kino in Grafing voll ist. An diesem „vollen“ Abend beschlossen Sandra Scheid, die Geschäftsführerin vom Capitol und Erdmann sogleich, dass sie aufgrund des großen Andrangs im Januar den Film nochmal zeigen und auf Nachfrage im Publikum wurde dann der Island-Film ebenfalls auf die Wiederholungsliste gesetzt. Erdmann, der in Übersee am Chiemsee wohnt, filmte über vier Jahre am Heimatfilm. „An den rund 1.000 Filmtagen waren bestimmt 950 dabei, die nicht so toll waren“, beschrieb er seine oftmals anstrengende Arbeit. 

Die restlichen fünfzig Stunden schnitt er dann zu zwei Filmen zusammen, die einmal den Chiemgau im Sommer und Herbst zeigen und einmal im Winter und Frühling. Am Kinoabend durften dann die Zuschauer einen Zusammenschnitt der beiden Filme mit den besten Szenen sehen, die Schmankerl sozusagen. Und was man da zu sehen bekam, war wirklich fein. Zu Beginn ging gleich ein Raunen durch die Bänke. Der Mond, leuchtend groß, gleitet einen Berg hinauf. „Magisch“, hört man den ein oder anderen sagen. Auf dem Habernspitz unterhalb der Hochplatte mit einem wunderbaren Blick ins Achental, einem Lieblingsplatz von Erdmann, filmte er diesen Moment. „Die Bilder sind so intensiv, dass man es gar nicht glauben mag“, so mein Sitznachbar im Kino. Vielleicht ist das auch so, weil es seine Heimat ist, und wie er sagt: „Wo es einem gut geht, da ist Heimat und mir geht es hier richtig gut.“ Das ist es auch, was alle so begeistert. Er fängt ein, was wir vielleicht in der Hektik des Alltages nicht mehr sehen, das Glück hier leben zu dürfen. Er zeigt, was wir auch sehen können. „Wir müssen nicht nach Kanada, um den Indian Summer zu sehen, den haben wir hier.“ 

Und sofort sieht man in den Bildern von der Egstätter Seenplatte leuchtendes orange, gelb und rötlich gefärbtes Laub. Das nächste Bild, der Mittersee, zwischen Ruhpolding und Reit im Winkel, wird nicht umsonst „Klein-Kanada“ genannt. Ursprüngliche Flussverläufe, teilweise noch unberührte Natur verzaubern hier. Von Sonnwend zu Sonnwend führt Erdmann hier durch ein Jahr Chiemgau. Von bockelnden, frisch in die Welt beziehungsweise auf die Wiese entlassenen Kälbern, über seltene Vogel- und Tieraufnahmen, bis hin zu den bizarrsten Winterbildern geht die Reise, nur einen Katzensprung weit weg von Grafing. Obwohl sicherlich jeder, der da saß die Bilder, die Gegenden kennt, waren die Eindrücke mal wieder so stark, dass das ein oder andere Taschentuch gezückt wurde, vor lauter Begeisterung über die Schönheit unserer Gegend. Emotionen ruft auch die teilweise selbstkomponierten Musik, die den Film begleitet. „Fünfzig Prozent des Bildes ist die Musik“. Auf jeden Fall macht der Film Lust, Laune und Freude wieder in die Natur hinauszugehen, gerade bei der im Moment herrschenden Wetterlage. Tretne

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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