1. meine-anzeigenzeitung
  2. Lokales
  3. Ebersberg

Lebensborn – Führung in Steinhöring

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Das Betreuungszentrum Steinhöring im Jahre 1938, damals noch ein Lebensbornheim. © BZ Steinhöring

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wochen der Toleranz“ findet am Samstag, 24. November ein Rundgang in Steinhöring statt.

Steinhöring – Der Einrichtungsverbund Steinhöring ist Mitveranstalter, da gerade in einer Zeit, in der Ausgrenzung wieder Thema ist, Toleranz sehr wichtig ist. Anna Bräsel, Historikerin und Autorin der Ausstellung „Der Lebensborn e. V.“ des Kreisjugendrings Ebersberg, führt zum Thema „Lebensborn in Steinhöring“ über das Gelände des Einrichtungsverbunds Steinhöring. 

Hier war in der Zeit des Nationalsozialismus ein Lebensbornheim. Das damalige „Haus Hochland“ war Teil der rassistischen Ideologie der Nationalsozialisten: während in Steinhöring Frauen, die dem arischen Bild entsprachen, bei der Geburt ihres Kindes unterstützt und völkisch gebildet wurden, wurden Menschen mit Behinderung aus den heute benachbarten Einrichtungen im Rahmen der Aktion „Tiergarten 4“ ermordet. Um an diese Folgen von rassistischem und ausgrenzenden Denkens und Handelns zu erinnern lädt der Einrichtungsverbund Steinhöring alle interessierten Besucher ein. „Unser Auftrag Menschen mit Behinderung zu inkludieren, geht nur in einer Gesellschaft die offen ist für Vielfalt. Das Gelände in Steinhöring zeigt, dass die Gesellschaft eine veränderte Haltung eingenommen hat. Menschen, die in Zeiten des NS ermordet worden wären, leben heute selbstverständlich und in Nachbarschaft miteinander mit Menschen ohne Behinderung. 

Dass das auch so bleibt ist auch unser Auftrag“, sagt die Gesamtleiterin des Einrichtungsverbunds, Dr. Gertrud Hanslmeier-Prockl zum Thema Toleranz und Ausgrenzung. Anmeldung unter EVS: evs-steinhoering@kjf-muenchen.de. Treffpunkt ist am Café Wunderbar, Einrichtungsverbund, Münchener Str. 39. Die Führung dauert von 10 bis 12 Uhr. re

Auch interessant

Kommentare