Verkehrsgutachten gefordert

Stillstand durchbrechen

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Ein Verkehrskonzept für den südlichen Landkreis und den Ebersberger Osten soll auch den Verkehr durch Ebersberg reduzieren.

Die FDP Ebersberg fordert ein Verkehrsgutachten für den südlichen Landkreis. In Ebersberg müssten Brennpunkte kurzfristig entschärft werden

Ebersberg – Die Landkreise München, Erding und Ebersberg planen zusammen mit elf Gemeinden aus diesen Landkreisen ein Verkehrsgutachten für den Nordosten Münchens in Auftrag zu geben. Der FDP-Ortsverband Ebersberg fordert ein ähnliches Gutachten für den südlichen Landkreis und den Ebersberger Osten mit dem Ziel, den Verkehr durch Ebersberg zu reduzieren.

Schon bei der Bürgerversammlung im November war die aktuelle unzumutbare Verkehrsbelastung in den Durchgangsstraßen der Stadt ein Hauptthema. Bei der jüngsten Jahresversammlung des Ortsverbandes forderten die Teilnehmer, nach einigen Jahren des Stillstandes im Stadtrat die Planung einer Nord-Süd-Umgehung wieder aufzugreifen.

Stadtrat Bernhard Spötzl sagte: „Wir dürfen die Suche nach Lösungsvorschlägen nicht auf die lange Bank schieben, wenn wir für die Fortschreibung des bayerischen Ausbauplans für die Staatsstraßen vorbereitet sein wollen. Ich werde demnächst einen entsprechenden Antrag im Stadtrat einbringen.“

Für eine Lösung müssen das Verkehrsaufkommen genau analysiert, die Attraktivität des ÖNPV gesteigert und ortsferne Ableitungen des Individual- und Schwerlastverkehrs in Betracht gezogen werden. Vermutlich wird man aber auch um eine ortsnahe Umfahrung nicht herumkommen. Hier erscheint eine Trasse im Osten die einzige realistische Alternative. 2009 hatte der Stadtrat allerdings fünf Trassenvorschläge des Straßenbauamts im Osten verworfen.

Da die Realisierung einer Umgehung, falls notwendig, noch Jahre dauern wird, sollte kurzfristig auch die derzeitige Verkehrsführung in Ebersberg von einem Fachmann auf Verbesserungen hin untersucht werden.

Ein Brennpunkt müsse dabei die Amtsgerichtskreuzung sein. Außerdem sollten Anreize geschaffen werden, den Gebrauch des Autos innerorts und damit den hausgemachten Verkehr zu reduzieren.red

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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