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Strom statt Diesel

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Die Strecke zwischen Wasserburg und Ebersberg wird mit Oberleitungen versehen. © Foto: Kees

Die Bahnstrecke zwischen Ebersberg und Wasserburg soll elektrifiziert werden

Steinhöring – Einer Pressemeldung des bayerischen Verkehrsministeriums ist zu entnehmen, dass im Zuge der „Elektromobilitäts-Strategie“ des Freistaates geplant ist, die Eisenbahnstrecke zwischen Wasserburg und Ebersberg mit Oberleitungen zu versehen. Strom statt Diesel heißt die Devise. In der Meldung wird Verkehrsminister Joachim Herrmann zitiert, der dem Kabinett ein Konzept für mehr Elektromobilität auf der Schiene in Bayern vorgelegt hat: „Unser Ziel ist, auf der Schiene den Anteil des Dieselverkehrs zugunsten schadstoffarmer elektrischer Antriebe deutlich zu senken.“ 

Auf Nachfrage erklärt Kathrin Fändrich, Stellvertretende Pressesprecherin des Ministeriums: „Die Staatsregierung hat vergangenen Dienstag die Bayerische Elektromobilitäts-Strategie Schiene (BESS) beschlossen. Die Strecke nach Wasserburg/Reitmehring soll perspektivisch in das Münchner S-Bahnnetz integriert werden. Da hierfür die Elektrifizierung des Streckenabschnitts Ebersberg – Wasserburg zwingend notwendig ist, ist sie Bestandteil von BESS. Es handelt sich hier nicht um eine Erneuerung der Oberleitung, sondern um einen Neubau.“ 

Für die Finanzierung des Ausbaus sei der Bund zuständig, schließlich handle es sich bei der Strecke um bundeseigene Schieneninfrastruktur, in diesem Fall gehört sie der Südostbayernbahn, eine Tochter des bundeseigenen Unternehmens DB AG. „Das Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr steht im Kontakt mit den beiden Landkreisen und prüft derzeit die Finanzierungsmöglichkeiten für die Planung des Vorhabens,“ so die Ministeriumssprecherin. Im Rahmen der Elektromobilitäts-Strategie Schiene sollen laut dem Ministerium insgesamt sieben Bahnstrecken in Bayern nachgerüstet werden. 

Wann das Vorhaben umgesetzt werden soll, konnte im bayerischen Verkehrsministerium nicht in Erfahrung gebracht werden. „Der politische Wille ist da, aber die Umsetzung liegt beim Bund.“ Kees

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