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Themenwoche Demenz im Landkreis

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Stellen das Programm für die Themenwoche Demenz vor (v.l.): Kirstin Mayr (AELF), Jennifer Becker, Geschäftsführerin des KBW Ebersberg, Sabine Hofmann, Projektleitung KBW Ebersberg, Christine Deyle und Martina Watzlaw, Caritas-Zentrum Ebersberg. © Foto: Tretner

Um das Thema Demenz geht es vom 5. bis 12. März bei einer Vielzahl von Veranstaltungen im Landkreis

Landkreis – Die „Themenwoche Demenz“ findet heuer zum dritten Mal vom 5. bis 12. März mit verschiedensten Veranstaltungen statt. Initiator dieser Woche ist das Kreisbildungswerk Ebersberg in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt, dem Caritas-Zentrum Ebersberg, der Alzheimer Gesellschaft im Landkreis, sowie dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. 

Jennifer Becker, Geschäftsführerin des Kreisbildungswerks stellte zusammen mit den sieben Damen die Woche vor. Neuerdings unterstützt die Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg das Projekt finanziell. Mehr Veranstaltungen sind es dieses Jahr geworden und wie Sabine Hofmann, die Projektleiterin, erzählt, sind es vor allem mehr Aktionen für die Demenzkranken an sich. 

Ist es doch schwierig, für die von der Krankheit Betroffenen bei alltäglichen Freizeitgestaltungen mitzumachen, weil sie nicht dementsprechend aufbereitet sind, erklärt Christine Deyle vom Caritas-Zentrum Ebersberg. Sie ist es auch, die einen Ausflug am 12. März auf den Erlebnisbauernhof Reisenthaler Hof im Kupferbachtal bei Glonn organisiert. 

Franziska Schwarz und Kristin Mayr klärten auf, dass es bei der Ernährung Einiges zu beachten gilt. Ungefähr zwei Drittel der Demenzkranken leiden an Untergewicht, das andere Drittel an Übergewicht. 

Aber auch Schluckbeschwerden beziehungsweise die Angst vor dem Verschlucken ist eine häufige „Essstörung“. Spezielle Tassen, bei denen man den Kopf beim Trinken nicht so weit nach hinten legen muss, helfen dabei, dass sich die Patienten weniger mit diesem Problem auseinandersetzen müssen. 

Die beiden Ernährungsfachfrauen bauen bei zwei Veranstaltungen der Reihe einen Sinnesparcours auf. Hier können Angehörige, wie Erkrankte sich wieder an Geschmäcker von früher erinnern oder sich informieren, welche Unterstützung es rund um das Thema Essen gibt. Wichtig sind vor allem auch die Veranstaltungen, die der Aufklärung für diese Erkrankung dienen. Wie die Fachfrauen alle einhellig bestätigten, holen sich die meisten Menschen im Fall von Demenz viel zu spät Hilfe. Das liegt vor allem daran, erklärt Jennifer Becker, dass Demenz ein Tabuthema sei. Die Scham sei groß, sich damit in die Öffentlichkeit zu begeben.

Untersuchungen zeigen aber, dass die Transparentmachung im privaten Bereich schon zu enormen Erleichterungen führen kann. Wenn Nachbarn, Freunde und Bekannte von dem Problem wissen, dann ist es für viele möglich, Hilfestellungen zu geben. Die Veranstaltungsreihe beginnt am 5. März um 19 Uhr mit einer Auftaktveranstaltung im Landratsamt Ebersberg. Nach einem Vortrag können sich Betroffene und Angehörige an einer Infobörse und am Buffet austauschen. Alle weiteren Termine dieser Woche sind im Landkreis verteilt. Am 12. März in Vaterstetten, im Carecon-Senioren-Wohnpark, das Theaterstück „Ich erinnere mich genau“ statt. Hierfür gibt es Karten beim Kreisbildungswerk, bei der Caritas in Grafing oder an der Abendkasse. Das Programm ist unter www.kbw-ebersberg.de einsehbar oder unter Tel. (0 8092) 85 07 90 zu erfragen. Tretner

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