Die längste Abschiedskarte der Welt

Verabschiedung von Therese Mählen in Moosach

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Moosach verabschiedet die Leiterin der Mittagsbetreuung Therese Mählen mit großem Dank in den Ruhestand

Moosach – – Vor 17 Jahren hat sie die Mittagsbetreuung (Mimo) für die Kinder der Moosacher Grundschule aufgebaut, vergangenen Dienstag wurde Therese Mählen mit großem Jubel und Dank in den Ruhestand verabschiedet. Der Pfarrsaal war voll. Alle waren gekommen, Kinder wie Eltern, Vertreter der Gemeinde und des Vereins „Frauen für Moosach.“ Dankesworte gab es von allen Seiten. 

Mit Herz und Verstand habe sie eine wunderbare Arbeit geleistet, erklärte ein jeder. Der Anfang war nicht einfach. Denn einst galt es erst einmal die Gemeinde und die Rektorin der Schule zu überzeugen. Bald aber bekam man grünes Licht. Unter der Trägerschaft der Gemeinde und unter der Organisation der „Frauen für Moosach“ begann Therese Mählen mit ihrer „natürlichen Autorität“, wie es Gemeinderätin Andrea Hinterwaldner formulierte, 2003 ihre Arbeit. 

Anfänglich in einem Raum in der Schule. 2009 erfolgte der Umzug in das Haus in der Münchner Straße, das die Gemeinde speziell für die Mimo gekauft hatte. Bis zu 54 Kinder werden dort nach Schulschluss bis 17 Uhr inzwischen betreut. Die Kinder bekommen Mittagessen, werden bei den Hausaufgaben betreut und vielfältig gefördert. „Therese hatte von Anfang an einen Plan, ein durchdachtes, klares pädagogisches Konzept, bei dem sie sich auch fast nie dreinreden lies. Ihrer Ausdauer, ihrer Teamfähigkeit und ihrem hohen Anspruch ist es in großen Teilen zu verdanken, dass aus einer Mimo mit 8 Kindern im Schulhauskeller und nach einem Umzug im Jahr 2009 heute über fünfzig wohlversorgte Mimo Kids ein Haus mit Garten beleben,“ so Hinterwaldner. Große Dankesworte sprach auch Bürgermeister Eugen Gillhuber aus. 

Selbst sein Vorgänger Siegfried Eisenschmid ließ es sich nicht nehmen, Therese Mählen herzlich zu danken und zu verabschieden. Der standen bei all der Herzlichkeit fast die Tränen in den Augen. Dass all die Kinder sie schließlich umringten und aufs herzlichste in den Arm nahmen, spricht für sich. Ein selbstgedichteter Rap war die Dankeshymne. „Gemeinschaftssinn und persönliches Engagement zeichnen die Mimo unter Thereses Leitung in Moosach aus. Ihr offenes Wesen und Ihre Authentizität unabhängig, welcher und wie steif der Wind weht, sind ihr Markenzeichen.“ So wurde sie gewürdigt: als „Superwoman“. Ihre Nachfolgerin hat sie selbst ausgesucht. Ab sofort leitet Alexandra Braun die Moosacher Mimo. Nach der Verabschiedungszeremonie entrollten die Kinder eine meterlange selbstgemalte Abschiedskarte - die längste der Welt - und überreichten ihrer einstigen Mittagsbetreuerin Blümchen. Kees

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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