Klinik

Traumberuf: Krankenpfleger

„Ich wollte nichts anderes machen“, sagt Adrian Schellnast. Mit routinierten Handgriffen und einem aufmunterndem Lächeln hilft der Gesundheits- und Krankenpfleger in der Kreisklinik Ebersberg einer älteren Patientin zurück in ihr Bett.

Mit seiner warmherzigen Art gewinnt der 18-Jährige das Vertrauen der Menschen. Er hat die Wahl seines Traumberufes noch keine Sekunde bereut. Adrian Schellnast ist jetzt im dritten Ausbildungsjahr. Der gebürtige Münchner ist nach Ebersberg gezogen und liebt seine Arbeit an der Kreisklinik heiß und innig. Wenn er von ihr erzählt, leuchten seine Augen, sein Gesicht strahlt. Die Liebe zur Pflege habe er von Zuhause mitbekommen, so Adrian. „Die Oma war Krankenschwester und die Mama habe ich ganz oft bei ihrer Arbeit im ambulanten Pflegedienst begleitet“, erzählt der Krankenpflegeschüler. Obwohl er sich seiner Entscheidung für die Berufswahl zum Abschluss der Realschule im Grunde schon sicher war, hat er noch in die Arbeit in einem Büro hineingeschnuppert. Danach war er umso sicherer, „etwas man mit Menschen“ machen zu wollen. Im Rahmen seiner dreijährigen Ausbildung an der Kreisklinik angeschlossenen Berufsfachschule für Krankenpflege hat Adrian nicht nur einen sehr umfangreichen und intensiven theoretischen Teil zu absolvieren. Von Anfang an sind die jungen Leute auch in der Praxis dabei. Unter der Anleitung der examinierten Kolleginnen und Kollegen sowie einer eigenen Praxisanleiterin erlernen sie den praktischen Teil ihrer Arbeit. Nahezu alle Stationen der Klinik werden dabei durchlaufen. Adrian Schellnast war gleich zu Beginn auf der Palliativstation der Kreisklinik, die Arbeit dort hat ihm sehr gut gefallen. „Man begleitet Menschen manchmal bis zum Tod und gibt ihnen Freude“, sagt er. Jetzt ist Adrian ein paar Wochen auf der Station 2.2 im Bauchzentrum. Gemeinsam mit der 20-jährigen Krankenschwester Julia Bachl tritt der Pflegeschüler seine Schicht an. Bei der Übergabe gibt die stellvertretende Stationsleiterin Claudia Hoppe für jeden Patienten detaillierte Information zu seinem aktuellen Zustand. Dann machen sich die jungen Leute an die Arbeit. Konzentriert, geduldig und liebevoll versorgen sie eine demente Patientin. „Unsere Pflegeschüler sind tüchtig, ohne sie würde der Ablauf nicht funktionieren“, lobt Stationsleiterin Monika Fröschl den Einsatz der jungen Frauen und Männer. „Von 25 Schülern in unserer Klasse sind sieben Jungs“, so Adrian. Als Monika Fröschl in den 90-er Jahren ihre Ausbildung gemacht hat, „waren es vielleicht zwei oder drei.“ Adrian setzt seinen männlichen Charme bei älteren Patientinnen auch mal gezielt ein, um sie zum Essen oder Bewegen zu motivieren. Sie können dem freundlichen jungen Mann so leicht nichts abschlagen. „Jeder Patient ist anders“, sagt der Pflegeschüler. Noch ist er ganz am Anfang seines Berufsweges. Wo der ihn später noch überall hinführen wird, ist offen. „Das Tolle ist, dass die Weiterbildungschancen von der fachlichen Spezialisierung bis hin zum Studium wirklich sehr breit gefächert sind“, sagt Adrian Schellnast. Eine Stationsleitung freilich wäre eine Aufgabe, die ihn sehr reizen könnte - später mal.

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