Ausfälle wegen Corona-Pandemie

TSV Zorneding erhält Pacht zurück 

Die Sportstätten des TSV Zorneding
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Wegen Corona geschlossen: die Sportstätten des TSV Zorneding.

Der TSV Zorneding bekommt von der Gemeinde bereits bezahlte Pacht zurück erstattet. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten viele Einrichtungen für den Sport nicht voll umfänglich genutzt werden

Zorneding – Wer zahlt, schafft an? Im Falle des TSV Zorneding trifft dies nur bedingt zu. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde über die bezahlte Pacht aus der Vereinskasse an die Zornedinger Rathausverwaltung gesprochen. Denn die Führung des TSV hatte in einem Schreiben um die Rückzahlung der geleisteten Pachtgebühren für das Sportgelände gebeten. Aufgrund von Corona wurde ja das Stadion und alle anderen Einrichtungen zur Körperertüchtigung geschlossen. Somit war sich die Vereinsführung sicher, dass man für etwas nicht nutzbares auch nichts zu zahlen brauche.

Unter den Gemeinderäten herrschte darüber eigentlich auch Überein- und Zustimmung. Auch Bürgermeister Piet Mayr wollte sich nicht lumpen lassen. Doch die wenigsten wussten, dass dem nicht immer so war: Bereits 2020 war der damalige Vorsitzende Bohdan Kalwarowskyj auf den Rathauschef zugegangen, um der trotz coronabedingter Geländeschließung gezahlte Pachtgelder zurück zu fordern. Und da war Mayr alles andere als amused, wie Kalwarowskyj auf unsere Anfrage mitteilte. Erst weitere Gespräche brachten den Bürgermeister zum Einlenken. Rein rechtlich gesehen blieb ihm auch gar nichts anderes übrig; das wusste der juristisch bestens gerüstete damalige TSV-Präsident. Darum hatte er auch nicht um die Gelder gebeten, sondern diese nach dem entgegengebrachten Widerstand unter Hinweis auf das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) klipp und klar eingefordert. In der Ratssitzung kam denn auch wegen dieser Forderung kein Widerspruch, es wurde aber ergänzend angeregt, auch die Mitgliedsbeiträge zu erstatten. Dieser Punkt wurde nur insofern weiter besprochen, indem der Gemeinderat der Vereinsführung empfiehlt, den Mitgliedern ihre Beiträge aus Corona-Sperrzeiten zurück zu zahlen. Aber mehr als dies könne man als Außenstehende nicht machen, so Piet Mayr.

Man wisse aber von unzufriedenen Vereinsmitgliedern, ergänzte er. Scheinbar weiß man im Rathaus aber nicht, dass die Vereinssatzung eine Rückerstattung der Beiträge aktuell gar nicht vorsieht und das Gemeinnützigkeitsrecht eine Rückzahlung so einfach nicht zulässt. Lediglich eine Mitgliederversammlung könnte durch Beschluss die Mitgliedsbeiträge anpassen. Wenn die Mehrheit sich dafür aussprechen würde, könnten die Beitragszahler entsprechend entlastet werden. Der Vorstand des TSV hat diesen Punkt in der Mitgliederversammlung jedoch nicht aufgenommen. Der TSV darf sich hingegen der Rückzahlung eines Teils der Pacht gewiss sein: 26.534 Euro gibt es zurück. osw 

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