Gold und Bronze für Grafing

Grafiner U16-Volleyballer sind Deutscher Hallenmeister

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Erstmalig darf sich damit eine Volleyball-Jugendmannschaft aus der Bärenstadt Deutscher Hallenmeister nennen.

Den U16-Junioren des TSV Grafing ist bei der Deutschen VolleyballMeisterschaft im hessischen Biedenkopf die große Sensation gelungen.

Grafing – Mit dem Titelgewinn feiern die Bärenstädter den größten Jugend-Erfolg der eigenen Vereinshistorie. Die U20 erkämpfte sich in Bühl (Baden-Württemberg) einen ebenso großartigen dritten Platz. Alexis Amann, Tim Aust, Samuel Halm, Michio Takano, Simon Vierke, Yannick Ziller, Lenny Graven, Luis Angerer, Felix Karg, Leo Lütke-Spatz und Julian Kursawe. Dazu das Trainer-Trio Rudi Obermair, Michael Röttinger und Markus Halm. Diese Reisegruppe hat sich am Sonntagnachmittag einen ganz besonderen Platz in der Chronik des TSV Grafing gesichert. „Unglaublich! Das ist die absolute Megasensation“, schrie Rudi Obermair fast ins Telefon. 

Seine Formation hatte im Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft vor 400 tobenden Zuschauern im hessischen Biedenkopf den haushohen Favoriten, den Berliner TSC, im Tiebreak mit 16:14 Punkten in die Knie gezwungen. „Die ganze Halle war hinter uns gestanden, weil wir als krasser Außenseiter vom Turnierstart weg sehr sympathisch rübergekommen sind“, sagte Obermair stolz. Immer wieder waren die Grafinger Buben am Rande einer Niederlage und vor dem Turnier-Aus gestanden. Erst im letzten Gruppenspiel gegen den TuS Kriftel, als man im Tiebreak bereits mit 4:11 Zählern hinten lag. 

„Keine Ahnung, wie wir das noch gedreht haben“, gab Kapitän Tim Aust zu, während sein Coach von einer Auferstehung sprach. Als der FCJ Köln trotz Dauerführung im Viertelfinale mit 2:0 Durchgängen abgefertigt war, lieferten die Grafinger im Semifinale gegen den VD Dresden ihren zweiten Sensationsauftritt ab. „Da hat wirklich alles gepasst“, kommentierte Obermair das glatte 2:0. Es folgte die Krönung einer steilen Entwicklungskurve gegen „die Besten der Besten der Besten“, wie der TSV-Trainer das Auswahlteam aus der Hauptstadt betitelte. Satz eins auf Spitzenniveau ging an Grafing, ein Konzentrationsloch kostete Satz zwei, ein 1:5-Rückstand im Tiebreak. „Und dann haben wir deren Nerven frei gelegt“, hatte Obermair nach dem goldenen Punkt Tränen in den Augen. 

Nicht minder erfolgreich das Abschneiden der U20-Junioren, die in Bühl nur knapp am DM-Finale vorbei geschrammt sind. Nach durchwachsener Vorbereitung wäre dem ältesten der Grafinger Nachwuchsteams beinahe bereits die Vorrunde zum Verhängnis geworden. Aber gerade rechtzeitig fanden die Bärenstädter ihren Flow wieder und zogen verdient ins Viertelfinale ein. Dort gelang dem mit mehreren Zweitligaspielern gespickten TuB Bocholt im zweiten Satz zwar eine Machtdemonstration, doch die besseren Nerven behielten am Ende doch die Sieger aus Grafing. Das Aufeinandertreffen im Halbfinale mit dem Ausrichter TV Bühl hatte aber dann schon Finalcharakter. Die Halle stand regelrecht Kopf und angetrieben durch zahlreiche Trommler war die Stimmung nahezu am überkochen. Doch leider fehlte für die Bärenstädter am Ende das gewisse Etwas und man musste sich dem späteren Turniersieger und deutschen Meister knapp mit 1:2 (25:21, 21:25, 14:16) geschlagen geben. Sehr zum Bedauern von Coach Chris Dorrer: „Verdammt! Das war so knapp und im Finale gegen Schwerin hätten wir gute Chancen gehabt.“ red

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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