Neujahrsempfang Vaterstetten

Mit Überredungskunst und Witz

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Ein Blick in den vollbesetzten Saal des GSD-Seniorenparks beim Neujahrsempfang

Premiere für Georg Reitsberger beim Neujahrsempfang der Gemeinde Vaterstetten: Zum ersten Mal übernahm er als Gemeindeoberhaupt die Rolle des Gastgebers. Reitsberger setzte auf Humor und lockerte damit die Stimmung unter den Gästen im vollbesetzten Festsaal des GSD-Wohnparks.

Vaterstetten – Anfangs war die Nervosität des Bürgermeisters noch deutlich zu spüren. Doch mit jedem Witz – die sympathischerweise alle auf Reitsbergers eigene Kosten gingen – und Gelächter wurde er entspannter. Er sei ja erst ein Vierteljahr im Amt, also habe er seinen Text auch auf ein Viertel reduziert, meinte der Bürgermeister gleich zu Beginn. So begrüßte er zur allgemeinen Heiterkeit einfach pauschal alle anwesenden Gemeinderäte: „Die, die es waren, die, die es sind, und die, die es werden möchten“. Ganz besonders dürfe er heute seine Frau willkommen heißen, so der Rathauschef strahlend. Weil es „große Überredungskunst“ gekostet habe, sie herzulotsen, „weil sie die politische Bühne meidet, wo es möglich ist“. Weshalb er schon darauf angesprochen werde, warum er denn immer allein unterwegs sei. Karin Reitsberger, die auf die öffentlichen Ausführungen ihres Mannes mit einem entsetzten „Oh Gott!“ reagierte, erhielt am Ende des offiziellen Teils dann auch noch einen großen Blumenstrauß von ihrem Gatten, für den sie sich mit einem Bussi bedankte. Von Gerhard Schröder sei überliefert, dass er bereits in jungen Jahren mit den Worten „Ich will da rein“ am Zaun des Kanzleramtes gerüttelt habe. „So war es bei mir nicht“, erklärte Georg Reitsberger trocken. Großes Gelächter im Saal. Zum einen habe das Vaterstettener Rathaus ja auch gar keinen Zaun, zum anderen sei seine Lebensplanung nicht darauf ausgerichtet gewesen, Bürgermeister zu werden. Erneute Lachsalven im Publikum. Auch wenn er nun doch an der Spitze der Gemeinde stehe, werde er „der bleiben, der ich immer schon war“, versprach Reitsberger und erntete dafür entsprechenden Applaus. Es sei ihm besonders wichtig, dass sich die Menschen in der Gemeinde angenommen fühlen würden, betonte der Rathauschef. Dies sei auch ein Verdienst der vielen Ehrenamtlichen, von denen etliche zum Neujahrsempfang gekommen waren. Sie würden Zeit und Verantwortung für ihre Mitmenschen übernehmen, lobte Reitsberger. „Alle bringen ihre persönlichen Erfahrungen und Talente in eine lebenswerte Gemeinde ein.“ Stellvertretend ehrte der Bürgermeister einige verdiente Bürger. So erhielt Magdalena Fischbach für ihre diversen Tätigkeiten unter anderem im „Verein aktiver Bürger“ und beim Roten Kreuz den Vaterstettener Wappenlöwen, den stellvertretend Enkeltochter Michaela Chlupsa abholte. Die große Auszeichnung der Gemeinde ging außerdem an Manfred Guist für seine Organisation von Senioren-Tanztees, an „Frau Gartenbauverein“ Elisabeth Rohrmayer, an Rainer Kliffl für seinen unermüdlichen Einsatz bei den Fußballern des SC Baldham sowie an Lizzy Maier, Evelyn Ney, Helga Böhm und Judith Brill für ihre Arbeit in der Tauschzentrale. Eine Sonderehrung erhielt die „Hausband der Gemeinde“, die Ammerthaler Blasmusik, die völlig ahnungslos im Festsaal aufspielte. Und weil Reitsberger die Musiker so gut kennt, spendierte er jedem ein kleines, mit seinem Foto etikettiertes Flascherl „Apfelsaft in konzentrierter Form“ aus der hauseigenen Destille. Kommentar der Musiker: „Jetzt haben wir 14 Mal den Bürgermeister in der Hand!“ Die mit dieser Sonderehrung verbundenen 250 Euro gab die Kapelle umgehend zurück – als Spende für die in Vaterstetten in Kürze einziehenden Flüchtlinge. Außerdem geehrt wurden insgesamt elf Vertreter aus diversen Stützpunkten der Freiwilligen Feuerwehr im Gebiet der Großgemeinde, teils für 20, teils für 40 Jahre Einsatz fürs Gemeinwohl. die

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