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Ulrike Wolz präsentiert die Herbsthighlights unter den Büchern

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Ulrike Wolz stellte die interessantesten Buch-Neuerscheinungen dieses Herbstes vor. © Foto: Se

Ulrike Wolz stellte im Buchladen Vaterstetten eine Auswahl der Herbst-Neuerscheinungen vor

Vaterstetten – Der Abend begann mit einer „Ode an das Müsli“ - so heißt eines der vielen kurzen amüsanten Gedichte aus Christian Maintz‘ Band „Vom Knödel wollen wir singen.“ Eines von insgesamt elf Büchern, die Literaturexpertin Ulrike Wolz ihrem Publikum im vollbesetzten Buchladen Vaterstetten vorstellte. 

Dabei war ihr die Wahl diesmal besonders schwer gefallen: „Es sind so viele gute Bücher erschienen, dass ich mich kaum entscheiden konnte“, erzählte sie. Letztlich wählte sie eine gute Mischung aus Bestsellern und eher unbekannten Werken, denen sie aber viele begeisterte Leser wünscht. Die Autorin Dörte Hansen hat sich 2015 bereits mit „Altes Land“ einen Namen gemacht, nun erschien ihr neuer Roman „Mittagsstunde“, der wieder in Norddeutschland spielt und laut Wolz sehr ungewöhnliche und starke Charaktere hat, „die man alle lieb gewinnt.“ 

Von Bayern aus betrachtet etwa ähnlich weit entfernt spielt der Roman „Schnee in Amsterdam“ von des irischen Autors Bernard MacLaverty. Darin geht es um ein älteres Ehepaar, das mit einem Städtetrip wieder etwas Schwung in seine Beziehung bringen möchte. Allerdings haben die beiden Eheleute dabei sehr unterschiedliche Erwartungen. „Sehr lebensklug“, urteilte Wolz über die Geschichte, die bereits mit dem Irish Book Award ausgezeichnet wurde und demnächst verfilmt werden soll. Das dickste Buch, das an diesem Abend vorgestellt wurde, ist mit 595 Seiten der Roman „Alle, außer mir“ von Francesca Melandri. „Das ist kein Buch, bei dem man abends vor dem Einschlafen mal eben ein paar Seiten lesen kann. Dafür sollte man sich etwas mehr Zeit am Stück nehmen, ideal also für den Weihnachtsurlaub“, empfahl Wolz. Es geht darin um eine Italienerin, auf deren Türschwelle eines Tages ein junger dunkelhäutiger Afrikaner sitzt, der behauptet, ihr Neffe zu sein. 

Damit beginnt eine Entdeckungsreise über drei Generationen und von der italienischen Kolonialgeschichte bis in die Gegenwart. „Ich habe dabei viel gelernt“, so Wolz. Sehr politisch ist auch der Roman „Vox“ von Christina Dalcher: „Diese Geschichte zeigt, wie schnell sich eine Demokratie in ein Land der Unterdrückung wandeln kann.“ Ulrike Wolz stellte zudem eine Reisebeschreibung aus Indien vor, eine provokante Liebesgeschichte, einen Tatsachenroman, eine Geschichte zwischen Fantasy und Historie, einen Familienroman und einige andere mehr. Die komplette Liste ihrer Empfehlungen liegt im Buchladen auf und natürlich kann man dort auch in aller Ruhe in diese Romane hinein schmökern. Se

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