Kommunales Energieprofit

Gut für Umwelt und Unternehmen

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Der Umwelt nutzt es, wenn die Unternehmen energieeffizient genutzt werden. Die Geehrten auf Gut Sonnenhausen.

Landkreis fördert Betriebe durch „Kommunales Energieprofit“

Landkreis/Gut Sonnenhausen – Landrat Robert Niedergesäß hielt 19 Urkunden für die teilnehmenden Unternehmen am Programm „Kommunales Energieprofit“ bereit. Man habe das Programm angeboten, so Landrats Robert Niedergesäß, um die nachhaltige Entwicklung im Landkreis zu fördern. Um das Ziel bis 2030 im Landkreis frei von fossilen und anderen endlichen Energieträgern zu erreichen, setze man auch auf Energieeffizienz und hier liege ein großes Einsparpotential bei den rund 12.000 Unternehmungen im Landkreis Ebersberg.Künftig, so die einhellige Meinung der anwesenden Unternehmer abschließend, will man sich mehrmals im Jahr zum Erfahrungsaustausch treffen. 19 Unternehmen unterschiedlichster Art – von der Metzgerei über Modellbau bis hin zum Pflegebereich – hatten an dem über ein gutes halbes Jahr andauernde Programm teilgenommen und dabei nicht nur erfahren, dass in ihren Betrieben der Energieverbrauch durchschnittlich um 15 Prozent gesenkt werden könnte. Jeder Betrieb wurde hinsichtlich des Energieverbrauchs unter die Lupe genommen. Die Spanne des Einsparungspotentials liegt dabei zwischen 2 und 35 Prozent je nach Betrieb, so die Vertreter von B.A.U.M. Consult, ein vom Landkreis oft eingesetztes Beratungsunternehmen für ganzheitliches Energie- und Umweltmanagement. Ein Ergebnis, das für manche Teilnehmer Bestätigung ihres Handelns ist und für die anderen Ansporn ist, etwas zu tun.Maßnahmen nur wegen der Fördermittel durchzuführen, führe meist zum Verdruss, warnte der Experte. Oft seinen es die leicht umzusetzenden und mit geringen Investitionen zu realisierende Maßnahmen, die messbare und gute Erfolge bringen. Würde man das mögliche Einsparpotential der betrachteten Betriebe nutzen, könnten im Landkreis 1.600.000 Kilowattstunden pro Jahr eingespart werden und die Energiekosten um 180.000 Euro gesenkt werden.So fiel die Rückmeldung der teilnehmenden Unternehmen durchweg positiv aus. Maximilian Lörzel, Schröter Modell- und Formenbau, zog als Fazit: „Die Themenauswahl war gut. Eine weitere Vertiefung der einzelnen Themen ist für die Entscheidungsträger nicht nötig.“ Vielmehr interessierte es Lörzel, wie das Wissen um die Energieeffizienz an die im Landkreis ansässigen Unternehmen weitergeleitet werde. Auch wenn in seinem Betrieb das Einsparungspotential im unteren einstelligen Bereich lag, wünschte er sich auf lange Sicht einen regelmäßigen Informationsaustausch. Georg Schweisfurth, Gut Sonnenhausen, plädierte für eine Weiterführung des geförderten Angebotes. Sein Ziel ist es, aufgrund der Informationen von unabhängigen Beratern, sich für die richtigen Maßnahmen in seinem Unternehmen entscheiden zu können. Längst hat man in den Unternehmungen erkannt, dass im Energiebereich erhebliche Kosten einzusparen sind, teils sogar mit erneuerbarer Energie Geld verdient werden kann. ar

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