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„Und dann haben sie das einfach gemacht“

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Die Kinder von Christian Sebald enthüllten den neuen Schriftzug, angefertigt von der Kunstschmiede Bergmeister. © Foto: privat

2005 wurde das Lehrschwimmbecken in ein Dojo für die Judoabteilung des TSV Grafing umgewandelt. Die Initiative ging von Christian Sebald aus. Jetzt trägt die Halle seinen Namen

Grafing – Judo-Abteilungsleiter Matthias Jaud brachte es in seiner Begrüßungsrede auf den Punkt: „Christian hat für den Judosport gelebt und er hat mit seinem Wirken ein Zeichen gesetzt. Heute wollen wir ihm ein Zeichen setzen. Seine Halle soll in Zukunft seinen Namen tragen.“ 

Der bekannte und erfolgreiche Judoka ist im Oktober 2016 bei einem tragischen Bergunfall ums Leben gekommen. Die Stadt Grafing, der die Halle gehört, hat dem Wunsch der Judoabteilung zugestimmt, die Halle nach ihrem Gründer zu benennen. 

Dass dort seit 13 Jahren in einem eigenen Dojo Judo trainiert werden kann, geht auf die Initiative von Christian Sebald zurück. Als die Stadt seinerzeit das Schulschwimmbad aufgab, konnte er den damaligen Bürgermeister Rudolf Heiler von der Notwendigkeit einer Judohalle überzeugen. 2005 wurde die Halle eröffnet und wird seitdem intensiv für das Judotraining genutzt. 

Die Grafinger Bürgermeisterin Angelika Obermeyer lobte den Mut von Christian Sebald, das Vorhaben einer Judohalle umzusetzen. „Dann macht mal, lautete sinngemäß die Vorgabe an die Judoabteilung“, erinnerte sich die Bürgermeisterin. „Und dann haben sie das einfach gemacht“. Angelika Obermeyer lobte den Teamgeist im TSV Grafing und bezeichnete den Verein als wichtigen Standortfaktor für die Stadt Grafing. Dieses Lob freute natürlich Anna Hopfes, die Vorsitzende des TSV Grafing. 

Toni Ried, der stellvertretend für den Landrat Robert Niedergesäß zur Hallentaufe gekommen war, lobte die Arbeit von Christian Sebald und den Zusammenhalt der Judoabteilung. Sein Lob waren keine leeren Worte: Ried übergab Abteilungsleiter Matthias Jaud eine Geldspende des Landkreises. Unter großen Applaus enthüllten Alexandra Haban und Max Sebald, die Kinder von Christian Sebald, den von der Kunstschmiede Bergmeister gefertigten Schriftzug an der Judohalle. 

Beim anschließenden Stehempfang tauschten die Freunde des Judosports und die Wegbegleiter viele persönliche Erinnerungen an Christian Sebald aus und konnten bei einer Fotoausstellung im Dojo sein Wirken noch einmal Revue passieren lassen. Viele Teilnehmer nutzten die Gelegenheit und blieben beim Doppelkampftag, bei dem das Landesliga-Team des TSV Grafing die SF Harteck mit 13:7 besiegte, während die Kampfgemeinschaft Aibling-Grafing in der Bezirksliga der Gastmannschaft des ESV Ingolstadt unterlag. red

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