Neue Entwicklung in der Gemeinde Vaterstetten

Quo vadis, Vaterstetten?

In welche Richtung geht die Entwicklung der Gemeinde Vaterstetten? Die Vaterstettener SPD hat nun ihr Prioritätenliste für die weiteren Entscheidungen bekanntgegeben: Bücherei, Wendelsteinschule und Ortszentrum Vaterstetten.

Vaterstetten – Was wollen wir bis zur nächsten Wahl im Jahr 2020 auf den Weg bringen, wo gibt es in der Gemeinde Handlungsbedarf, welche Aufgaben sind dringlich? Im vergangenen Sommer hatte der Gemeinderat beschlossen, diese Fragen zur weiteren Entwicklung Vaterstettens zu diskutieren und als „Agenda 2020“ zu beschließen. Als Erste haben sich nun die SPD-Gemeinderäte mit ihren Vorstellungen offiziell zu Wort gemeldet. Nach dem Schulneubau am Sportzentrum hat für die Genossen die Bücherei höchste Priorität. „Wir sind nach wie vor der Meinung, dass auch in Baldham eine öffentliche Einrichtung ihren Platz finden sollte“, so Fraktionssprecher Sepp Mittermeier. Und zwar auf dem alten Kiosk-Grundstück am Baldhamer Bahnhof, das dafür allerdings zuvor von der Bahn gekauft werden muss. Für diesen Standort spreche neben S-Bahn-Nähe, Einkaufsmöglichkeiten, Kindertagesstätten auch, dass hier zahlreiche Schüler vorbeikämen, erklärt SPD-Gemeinderätin Maria Wirnitzer. Auch Wohnungen seien dort zusätzlich möglich, wenn auch angesichts Bahn- und Straßenlärm sicher nicht einfach. „Mit dieser öffentlichen Einrichtung sehen wir eine gewisse Chance zudem das Baldhamer Ortszentrum zu beleben“, meint Mittermeier. Für die SPD macht ein gemeinsames Konzept von Gemeinde und einem Investor Sinn. „Dabei wäre wichtig, die Finanzierungslücke für die Gemeinde so niedrig wie möglich zu halten.“ Eventuell könnte man auch Erlöse aus der Verwertung des Schulgeländes an der Gluckstraße ins Bücherei-Projekt stecken. Ins derzeitige Bücherei-Gebäude brauche man sicher kein Geld mehr investieren. Zudem muss in den Augen der SPD möglichst bald eine Entscheidung zur Wendelstein-Schule her. „Ob die Schule generalsaniert, am Standort neu gebaut oder am Sportzentrum in einem zusätzlichen Gebäude mit integriert wird.“ Am Ende könnten dort ja auch zwei Schulen stehen, die sich Räumlichkeiten wie Mensa, Turnhalle und Schwimmbad teilen. Der Entwurf aus dem Architekturwettbewerb lasse ein zusätzliches Gebäude zu. Bis Ende 2015 wollen die Genossen auf eine Entscheidung drängen, kündigte Mittermeier an.Punkt drei auf der SPD-Rangliste: Das Ortszentrum Vaterstetten. Grundsätzlich wolle man hier eine Mischung aus öffentlichen Gebäuden und kommerzieller Nutzung, sowie die Parkplätze in Tiefgaragen. Rathaus und Bürgersaal sollten jedoch nicht im gleichen Gebäude untergebracht werden. Dann könnten die Objekte auch zeitlich unabhängig voneinander errichtet werden. „Alles auf einmal zu bauen, wird wahrscheinlich unmöglich und nur sehr schwer zu finanzieren.“ Aufgrund des maroden Zustands und der Raumnot im bestehenden Gebäude habe der Rathaus-Neubau höhere Priorität. Bürgersaal bzw. Bürgerzentrum müsse auf den Prüfstand und auf „das sinnvoll Notwendige und finanziell Machbare“ reduziert werden. Auch über die Idee einer gemeinsamen Realisierung und Nutzung mit Nachbargemeinden wie Neukeferloh oder Zorneding müsse intensiv diskutiert werden, findet Günter Lenz (SPD). Allerdings haben rund um Vaterstetten eigentlich alle ein Bürgerhaus oder eine Veranstaltungs-Location. „Wir müssen vorhandene Kapazitäten möglichst optimal nutzen“, wirbt Lenz dennoch für seine Idee. Denkbar wäre auch ein gemeinsamer Pool von Versammlungsstätten, die dann gemeindeübergreifend genutzt werden könnten. „Früher oder später wird die finanzielle Situation eh so sein, dass die Gemeinden mehr gemeinsam machen müssen.“ Natürlich steht auch bezahlbarer Wohnraum auf der SPD-Liste. Keine zentrale Siedlung mit Sozialwohnungen, sondern kleine Pakete bei jedem neu zu planenden Wohngebiet. Nicht immer nur Reihen- oder Doppelhäuser, sondern Wohnmodelle, bei denen auch Geringverdiener wie Erzieherinnen, Krankenschwestern, Senioren und Studenten eine Chance bekommen. Absolut klar ist: „Wir sind gegen eine Erweiterung des Gewerbegebiets in Parsdorf.“ Eine weitere großflächige Gewerbeansiedlung im nördlichen Gemeindegebiet mit den damit verbundenen Belästigungen sei den Bürgern der Ortschaften nicht mehr zuzumuten, sagt Mittermeier. Lieber sollte kleinteiliges Gewerbe in Vaterstetten und Baldham angesiedelt werden. „Wir sollten nicht nur auf Großbetriebe setzen.“ die

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