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In Vaterstetten feierte Gunda Bromberger ihren 95. Geburtstag

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Die Jubilarin mit ihrem Sohn Ernst (rechts) und Vaterstettens Bürgermeister Georg Reitsberger. © Foto: Se

In Vaterstetten feierte Kunigunde Bromberger, genannt Gunda, kürzlich ihren 95. Geburtstag. Ihre Leidenschaft gehört bis heute dem Schafkopfen.

Vaterstetten – In Vaterstetten feierte Kunigunde Bromberger, genannt Gunda, kürzlich ihren 95. Geburtstag. Ihre Leidenschaft gehört bis heute dem Schafkopfen. Gunda kam 1957 nach Vaterstetten, zusammen mit ihrem Mann Arno, einem Professor an der Akademie der bildenden Künste München und Leiter der dortigen Werkstatt für Glasmalerei, sowie den drei Kindern Uli, Ernst und Rita. Nach der Familienpause sattelte die gelernte Schuhverkäuferin um und wurde kreativ: Sie stellte ihre eigenen Wachsmodel her und verkaufte die Wachsbilder, viele davon mit religiösen Motiven, von Zuhause aus. 

Und sie arbeitete mit viel Leidenschaft für den Verein Peruhilfe Vaterstetten. Der entstand in der Folge eines schweren Erdbebens in Peru und unterstützt bis heute ein Straßenkinderheim und ein Bubeninternat. 1984 kam Gunda, die seit ihrer Kindheit gerne Schafkopfen spielte, die Idee, den Verein mit einem Schafkopf-Turnier zu unterstützen. Die Organisation dieser Turniere übernahm sie weit über 30 Jahre lang, erst 2017 übergab sie diese Aufgabe an das Ehepaar Bayerlein. Fritz Bayerlein, Vorsitzender des Peru-Vereins, ist voll des Lobes: „Gunda ist ein riesiges Organisationstalent, sie hat uns das alles perfekt geordnet übergeben.“ Noch immer nimmt Gunda aber als Spielerin aktiv an den Turnieren teil und ihre Mitspieler stöhnen scherzhaft: „Sie verliert fast nie!“ Und das, obwohl Gundas Augen langsam immer schlechter werden. Das war auch mit ein Grund, warum Gunda im Frühjahr diesen Jahres das eigene Heim zugunsten eines Zimmers im Seniorenheim Sankt Korbinian aufgegeben hat. Still sitzen kann sie aber auch dort nicht: Sie nimmt rege an den Angeboten des Seniorenheims teil, geht zum Singkreis und zu Spielerunden. 

Außerdem kümmert sich die 95-Jährige fürsorglich um demente Mitbewohner, denen sie zum Beispiel beim Essen hilft. „Man muss geistig fit bleiben“, ist Gunda überzeugt und weiß, dass das Schafkopfspielen ihr da sicher viel geholfen hat. Ihren 95. Geburtstag feierte die fünffache Oma und bald dreifache Uroma mit vielen Freunden, Bekannten und Verwandten im Lokal „Landlust“, wo ihr auch Bürgermeister Georg Reitsberger herzlich gratulierte.Se

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