Neujahrsempfang Vaterstetten 2020

Vaterstetten: Resümee und Dank eines scheidenden Bürgermeisters

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Beim Neujahrsempfang war Bürgermeister Georg Reitsberger mit Familie und prominenter Verwandtschaft. Er begrüßte Base Angelika Niebler, mit der er noch nachvollziehbar verwandt ist.

„In knapp vier Monaten geht meine Amtszeit zu Ende. Altersbedingt konnte ich mich nicht nochmal zur Wahl stellen, doch es gibt schon fünf Bewerber, die mit den Hufen scharren“, erklärte Bürgermeister Georg Reitsberger zu Beginn seines letzten Neujahrsempfangs.

Vaterstetten – „Als heimatverbundener Bürgermeister habe ich mein Amt gerne geführt und war stets darauf bedacht, es mit Würde und Verantwortung auszufüllen“. In seinem Resümee hob Reitsberger hervor, dass „wegen explodierender Grundstückspreise“ man enger zusammenrücken müssen. „Dort wo ein idyllisches Spitzdachhäusl verschwindet, nutzt man für Neubauten das optimale Baurecht. Zugeparkte Straßen und massiver Quellverkehr aus den Wohngebieten sind unverkennbare Folgen davon“. Weitere Meilenstein waren der Bau der modernen Grund- und Mittelschule mit neuem Schwimmbad und einer Dreifachturnhalle. Eine Investition, die nur durch die Grundstücksveräußerung im Baugebiet Vaterstetten Nordwest realisiert werden konnte. 

Des Weiteren entstand ein Einheimischen-Modell und auf einer ursprünglich vorgesehenen Gewerbefläche entsteht nun geförderter Wohnbau, der im Gemeindeeigentum bleiben soll. Auch das neue Gewerbegebiet Parsdorf II führte Reitsberger an. Umfangreiche Vorgaben und Vorschriften, Gesetzesregelungen und Verfahrensschritte machen Planungen und deren Umsetzung aufwändig, schwierig und langatmig. Häufig genug musste ich in meiner Amtszeit hören „Ich mache nichts ohne meinen Anwalt“.

Reitsberger mahnte an: „Wenn wir uns auch einer Entwicklung nicht verschließen können, so muss unser Auftrag heißen: Bauen und bewahren mit Augenmaß und Vernunft. Gönnen wir unseren Kindern und Enkelkindern bitte noch den Hauch einer Gartenstadt“ „Ich bin stolz auf unser aktives Vereinsleben, auf die gute Zusammenarbeit mit den örtlichen Kirchen und Pfarrverbänden und ganz besonders freue ich mich über die vielen Ehrenamtlichen, die das ganze Jahr über zur Stelle sind, wenn sie gebraucht werden. Und gebraucht werden sie immer. Dafür will ich Dankeschön sagen. Nicht unerwähnt darf bleiben, was Martha Golombek für die Jugendarbeit unserer Gemeinde leistet“, so Reitsberger. 

Sein Dank galt auch seiner Ehefrau Karin und seiner Familie, die im Mai um ein Enkelkind reicher werden wird. Beim Blick auf das Jahr 2020 kündigte Reitsberger viele schöne Veranstaltungen an. „Baldham und Neufarn bekommen einen neuen Maibaum. Das Volksfest findet wieder statt. Auch Straßenfest, Weihnachtsmärkte, der Mittelaltermarkt, der Töpferund Wollmarkt werden wieder stattfinden. „Ich bin stolz auf unsere Gemeinde, die keine Schlafgemeinde ist“, was die zunehmende Gebärfreudigkeit zeige und weshalb Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen die Gemeinde immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. ar

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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