Vaterstetten: Neustart beim Weihnachtsmarkt

Baldhamer Marktplatz wird es keinen Weihnachtsmarkt mehr geben
+
Auf dem Baldhamer Marktplatz wird es keinen Weihnachtsmarkt mehr geben.

Eine Arbeitsgruppe soll den Vaterstettener Christkindlmarkt auffrischen. Geplant ist auch ein neuer Standort

Vaterstetten – „Was jetzt kommt, muss sitzen!“ Damit legte Michael Niebler (CSU) in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Messlatte für den künftigen Weihnachtsmarkt. Nach sechs Jahren habe man erkennen müssen, dass der Markt am Baldhamer Marktplatz den Charakter des früheren Standorts vor dem Rathaus nicht erreichen konnte, so Niebler. Nun müsse man sich einen anderen Modus und vielleicht auch anderen Veranstaltungsort überlegen. „Einen Wanderzirkus wollen wir nicht haben.“

Bis 2012 hatte der Christkindlmarkt abwechselnd in Baldham und Vaterstetten stattgefunden, ab 2014 war der Budenzauber auf Gemeinderatsbeschluss dauerhaft ins Zentrum Baldhams gewandert. Diesen Beschluss nahm man nun auf Antrag der Grünen zurück. Nicht nur im Gemeinderat, auch aus der Bürgerschaft sei Kritik am Markt und am Standort zu hören, begründete Grünen-Sprecher Axel Weingärtner. Zu einen wegen seiner zugigen Lage, zum anderen wegen des zum Teil nicht weihnachtlichen Angebots.
Ein Arbeitskreis soll nun darüber beraten, wie man neuen Schwung in den Weihnachtsmarkt kriegt. „Wir hoffen auf einen Neustart“, so Weingärtner. Bürgermeister Leonhard Spitzauer (CSU) wünscht sich, dass es „so läuft wie in den Gemeinden“, wo die Vereine die Christkindlmärkte in Eigenregie veranstalten.

Spitzauer wird gemeinsam mit neun weiteren Gemeinderatsmitgliedern, dem Veranstaltungsmanager und bis zu fünf Personen aus dem örtlichen Vereinsleben den Arbeitskreis bilden. „Je mehr mitquatschen, desto schwieriger wird’s“, warnte Ilona Dreier (CSU). „Zu viele Gemeinderäte, im kleinen Kreis kann man effizienter arbeiten“, fand auch Cordula Koch (SPD). Interessierte Bürger müssten mitmachen können, meinte hingegen Sepp Mittermeier (SPD). Nur so könne man den Markt wieder Bürgern und Vereinen nahebringen. Schließlich sollen sie am Ende den Weihnachtsmarkt mit Unterstützung der Gemeinde selbst verantworten. Der Kompromiss: die Zahl der Bürger kann auch niedriger liegen. Tatsächlich gibt es bereits zwei engagierte Bürgerinnen, die sich kreative Gedanken um Durchführung und einen neuen Standort gemacht und ein Konzept erarbeitet haben. Das wollen sie nun im Arbeitskreis präsentieren. - die

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Bauchwand- und Leistenbrüche nicht unterschätzen!
Ebersberg
Bauchwand- und Leistenbrüche nicht unterschätzen!
Bauchwand- und Leistenbrüche nicht unterschätzen!
As Schlössl macht wieda auf
Ebersberg
As Schlössl macht wieda auf
As Schlössl macht wieda auf
Zwei Jahre Akutgeriatrie – eine Bilanz
Ebersberg
Zwei Jahre Akutgeriatrie – eine Bilanz
Zwei Jahre Akutgeriatrie – eine Bilanz
Zugang zum Steinsee eingeschränkt
Ebersberg
Zugang zum Steinsee eingeschränkt
Zugang zum Steinsee eingeschränkt

Kommentare