Schüler bauen Minisatelitten

Jungforscher am HGV: Der Satellit in der Getränkedose

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Das Team „Apoapsis“ mit dem betreuenden Lehrer Sebastian Bauer (3. von links) freut sich über den 3. Platz.

Ein Team des HGV aus Vaterstetten beteiligt sich an deutschlandweitem Wettbewerb zur Raumfahrt. Dabei belegten sie den 3. Platz

Vaterstetten – Mit einem Minisatelliten hat das Team „Apoapsis“ des Humboldt-Gymnasiums Vaterstetten (HGV) den dritten Platz beim deutschlandweiten CanSat-Wettbewerb erreicht. Dieser Wettbewerb ist eingebunden in den internationalen Wettbewerb der Europäischen Weltraumbehörde (ESA). Bei einem CanSat handelt es sich um einen Satelliten („Sat“) in der Größe einer Getränkedose („Can“).

 Für den Wettbewerb wird ein solcher Minisatellit von Schülern ab 14 Jahren entwickelt, gebaut und programmiert. Mit einer Rakete wird der Satellit dann auf eine Höhe von etwa 700 Meter geschossen und sammelt dabei verschiedene Messdaten wie Druck und Temperatur. Im HGV hat das Team „Apoapsis“ die Herausforderung angenommen. Die Jugendlichen mussten nicht nur ihren Satelliten konstruieren und testen, sondern auch Berichte schreiben, Sponsoren suchen und Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Ende September trafen sich dann acht Teams aus ganz Deutschland in Bremen, wo sie ihre Projekte vorstellten und schließlich ihre Minisatelliten mit einer Rakete starten ließen. Die dabei gesammelten Daten stellten sie in einer Präsentation einer Jury aus hochrangigen Vertretern von Forschung, Luftund Raumfahrt vor. Zwar funktionierte beim Team „Apoapsis“ – wie auch bei den meisten anderen Teams – nicht alles fehlerfrei, die Jugendlichen aus Vaterstetten überzeugten aber mit der hohen Komplexität des gebauten CanSats, mit ihrer gelungenen Präsentation und ihrem spürbaren Engagement, wofür sie schließlich den 3. Platz errangen. Die Zehntklässlerin Teresa erzählt: „Die Teams haben sich gegenseitig unterstützt und wir haben viel Neues gelernt.“ 

So gab es in Bremen viele spannende Führungen bei Airbus, der Ariane Group und beim deutschen Zentrum für Luftund Raumfahrt. Die Jugendlichen schlossen Freundschaften untereinander und knüpften wertvolle Kontakte für ihr späteres Berufsleben, so dass letztlich alle Teams Gewinner waren. Allerdings musste das Team „Apoapsis“ die Kosten für die Bremen-Reise größtenteils selbst aufbringen, deshalb hoffen die Jugendlichen nun auf weitere Spenden. Den Kontakt stellt der betreuende Lehrer Sebastian Bauer am HGV gerne her. Das Team informiert auf seinem eigenen Blog unterwww. apoapsishgv.github.io über das Projekt.

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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