Ehrenamtlicher Fahrdienst für Senioren in Vaterstetten

Senioren-Fahrdienst in Vaterstetten auf gutem Kurs

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In Vaterstetten soll ein ehrenamtlicher Fahrdienst für Senioren organisiert werden. Nun haben sich genügend Interessenten für die Gründung des notwendigen Vereins gefunden.

Vaterstetten – Jetzt scheint es also doch zu klappen mit dem gewünschten Senioren-Fahrdienst. Bei der zweiten Info-Veranstaltung meldeten sich vergangene Woche 23 Interessenten für einen entsprechenden Verein. Dort sollen vor allem diejenigen Mitglied werden, die künftig als Chauffeure für die Senioren tätig werden wollen. 

Der Verein will die Mobilität der Menschen über 65 Jahre verbessern. Sein Ziel: Ältere Gemeindebürger ohne Auto in der Großgemeinde zum Einkaufen, Arzt, Rathaus, Friedhof oder Besuchen zu kutschieren. „Wir haben hier das Problem, dass der MVV selten, Samstag und Sonntag sogar gar nicht und sonst auch nicht überall hinfährt“, erklärt Hans-Günter Kempf vom Seniorenbeirat Vaterstetten. Taxi oder der Fahrdienst einer Vaterstettener Sozialeinrichtung sei vielen Senioren aber zu teuer. Daher soll eine Fahrt mit den künftigen ehrenamtlichen „Seniorentaxi“ nur etwa zwei bis drei Euro kosten, stellt sich Kempf vor. Diese Gebühren sowie ein Zuschuss der Gemeinde sollen das Projekt finanzieren. Kempf betont, dass man nicht mit den örtlichen Taxi-Unternehmen in Konkurrenz treten will. „Es soll eher eine Ergänzung werden.“ 

Zudem will man keine große Organisation aufbauen, alles soll ehrenamtlich abgewickelt werden. „Es ist auf freiwilliger Basis, es gibt keine Verpflichtung.“ Beim Seniorenbeirat beschäftige man sich schon lange mit der Idee des Fahrdienstes, erzählt Aktiv-Senior. Bislang aber scheiterte alles an möglichen Versicherungsproblemen bei Unfällen und dem Risiken für die ehrenamtlichen Fahrer. Für sie soll dann eine Extra-Versicherung einspringen, damit sie bei Schäden nicht mit ihren privaten Versicherungen haften. Doch der Seniorenbeirat selbst ist keine Rechtsperson, die so etwas abschließen kann. 

Nach umfangreichen Abklärungen wurde klar: „Ein Verein ist die rechtliche Voraussetzung“. Möglich ist eventuell auch, nicht das eigene Auto für den Dienst zu nutzen. Der neue Verein könnte eventuell mit den Vaterstettener Autoteilern zusammenarbeiten. Der Seniorenbeirat hat eine entsprechende Kooperation bereits abgeklopft. Zu klären ist auch noch das Ruf- und Abrechnungssystem, das möglichst unkompliziert funktionieren soll. Der Fahrdienst hat nach Ansicht Kempfs noch weitere positive Faktoren. „Es entsteht ein Gespräch zwischen Fahrer und Fahrgast, es werden eventuelle andere Probleme angesprochen, für die es Hilfe geben könnte und die Senioren kommen aus ihren Schneckenhäusern raus, sie vereinsamen nicht, weil sie nicht mehr mobil sein können.“ 

Die positive Resonanz in der jüngsten Veranstaltung sei der Beginn eines langen Weges, sagt Kempf. „Bis tatsächlich der Fahrdienst losgeht, braucht es noch Zeit, aber ich bin mir sicher: Da wird viel draus!“die

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