Die neue Bürgermeisterin von Emmering

Noch ist keine Routine da - Claudia Streu-Schütze über ihr neues Amt als Bürgermeisterin von Emmering

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Claudia Streu-Schütze, Bürgermeisterin von Emmering

Die erste Woche war heftig,“ erzählt die gerade vereidigte Rathauschefin von Emmering, Claudia Streu-Schütze (Freie Wählergemeinschaft in Emmering) über ihren neuen Berufsalltag.

Emmering -  Die gebürtige Rosenheimerin bekam viel neue Information – schließlich war sie bislang nicht in der Kommunalpolitik aktiv tätig - und hatte zudem einiges abzuarbeiten, was wegen der Corona-Krise sowie der Krankheit ihres Vorgängers liegengeblieben war. „So langsam kommt Normalität rein,“ sagt sie aufatmend. Vor ihr liegen zahlreiche Aufgaben. 

Die derzeit größten: es geht um einen Gehweg in Schalldorf und um die Neubaugebiete „Am Schmiedgarten“ in Schalldorf sowie „Emmering Nord-West“. Zu letzterem macht sich Streu-Schütze Sorgen, nicht nur weil sich da „seit Ewigkeiten nichts getan hat“, sondern weil derzeit ein rechtliches Problem den weiteren Fortgang blockiert. Das gelte es nun zu klären. „Überhaupt soll mehr passieren als bisher,“ erklärt die einstige Sozialversicherungsfachangestellte klar und fügt an: „In der letzten Zeit ist gar nichts mehr passiert.“ 

Der Bürgermeisterposten in Emmering ist ehrenamtlich. Nach Streu-Schützes Einschätzung sind die Amtsaufgaben allerdings nicht an einem Tag zu erledigen. Klar bräuchte man als Neue für Vieles zunächst mehr Zeit, doch „ein Halbtagsjob ist zu wenig dafür.“ Natürlich erschwert auch Corona einiges, wobei man daneben sehen müsse, „dass auf Grund der Einschränkungen auch Termine zu Festivitäten oder Geburtstage wegfallen, bei denen ein Bürgermeister üblicherweise präsent ist.“ 

Froh ist die Frau, bislang nicht im Gemeinderat gesessen zu haben, gab es dort doch heftige Auseinandersetzungen und Unstimmigkeiten bezüglich ihres Vorgängers. Streu-Schütze gilt in dieser Hinsicht als völlig unvorbelastet. Ohnehin ist auch der Gemeinderat neu aufgestellt. Sieben der zwölf Gemeinderatsmitglieder sind erstmals im Amt. Ihr Wunsch: Einigkeit in Emmerings Gemeinderat und ein gemeinsamer Blick nach vorne. „Dass ich nun auf der Straße mit Frau Bürgermeisterin angesprochen werde, daran muss ich mich noch gewöhnen,“ gibt sie offen zu. Sie weiß, dass es noch etwas dauern wird, bis ihr neues Amt wirklich routiniert läuft. Kees

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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