Klimaschutz im Landkreis

Moosachs Nahwärmeanlage ist offiziell eingeweiht

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Das Solarfeld sowie die Hackschnitzelanlage ging nach sechsmonatiger Bauzeit Ende vergangenen Jahres in Betrieb, vergangenen Freitag wurde die neue Moosacher Energiezentrale offiziell eingeweiht.

Moosach – 300.000 Liter Heizöl im Jahr werden in Moosach zukünftig eingespart. Das entspricht etwa 800 Tonnen CO2. Grund dafür ist das neue Nahwärmenetz, über das inzwischen 78 Moosacher Haushalte versorgt werden. Bei genügend Sonnenschein wird diese Wärme über eine solarthermische Freiflächenanlage erzeugt, bei schlechterem Wetter durch eine Hackschnitzelheizung. Das dafür notwendige Solarfeld sowie die Hackschnitzelanlage ging nach sechsmonatiger Bauzeit Ende vergangenen Jahres in Betrieb, vergangenen Freitag wurde die neue Moosacher Energiezentrale offiziell eingeweiht. 

Von einer genialen Kombination aus Solar und Hackschnitzel sprach Landrat Robert Niedergesäß. „Solche Projekte machen Mut, dass wir unser Ziel, bis 2030 frei von fossilen und endlichen Energieträgern zu sein, erreichen können.“ Die Idee zu dieser Kombination stammt aus Dänemark, erzählt Moosachs Bürgermeister Eugen Gillhuber. Es war ein langer Weg, bis alle Hürden genommen waren und das Projekt auch tatsächlich realisiert werden konnte. Mehrfach musste der Bau verschoben werden. Doch: „was lange währt, wird endlich gut,“ so der Rathauschef. 

Umso herzlicher dankte der gemeindliche Energiebeauftragte und zweite Bügermeister, Willi Mirus allen Beteiligten, den Planer, den Baufirmen, der Betreibergesellschaft Naturstrom AG und der Genossenschaft Regenerative Energie Ebersberg (REGE eG), die als regionaler Servicepartner der Betreibergesellschaft Ansprechpartner für die Wärmekunden ist. 

Drei Biomassekessel beherbergt die neue Heizzentrale neben dem Sägewerk Oswald, zwei Kessel mit je 530 kW Leistung, einer mit 390 kW. „Die Entaschung der Anlage erfolgt automatisch,“ erklärt Christian Heubeck von der Firma Viessmann, „und in handelsübliche Tonnen.“ Die Abgasreinigung wird durch Elektrofilter geregelt. „Und,“ so ergänzt er, „die Anlage ist fernüberwachbar.“ Bei Volllast benötigt die Anlage zwei Kubikmeter Hackschnitzel in der Stunde, Holz, das übrigens aus der Region stammt. Denn die Betreibergesellschaft garantiert, dass der Brennstoff aus einer Entfernung von maximal 40 Kilometer kommt. Der ist ohnehin nur dann notwendig, wenn das gleich nebenan liegende, 1067 Quadratmeter große Solarfeld keine Energie liefert. 

Am Freitagnachmittag wurde die neue Heizzentrale durch Pater Egino und Pfarrerin Ghita Lenz-Lemberg gesegnet. Im Anschluss sprachen Landrat Robert Niedergesäß, Moosachs Bürgermeister Eugen Gillhuber, Ursula Mesch vom Amt für ländliche Entwicklung, Thomas E. Banning, Vorstandsvorsitzender der NATURSTROM AG sowie Hans Gröbmayr, Vorstand der REGE eG und Klimaschutzmanager im Landkreis bei Kaffee und Kuchen im Eventstadl „Zur Alten Säge“. Und natürlich konnte man das neue Heizhaus auch besichtigen und sich die Anlage von Mitarbeitern der NATURSTROM AG erklären lassen. 

Um die gut 70 Haushalte in Moosach über die Nahwärmeanlage versorgen zu können, wurde ein etwa 4,4 km langes Leitungsnetz verlegt, das bei Bedarf sogar verlängert werden kann, denn weitere Haushalte können noch angeschlossen werden - von 120 bis zu 150 ist die Rede. 

Glücklich waren alle bei dieser Feier: der Landrat, die Vertreter der Gemeinde, die Bewohner und Anschlussnehmer, Planer, Bauer und Betreiber – und natürlich der Klimaschutzmanager des Landkreises. Dass die Anlage unmittelbar neben dem Moosacher Sägewerk errichtet wurde, darf gern als gutes Omen verstanden werden.

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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