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Tag der offenen Tür im Maskeum der Kirchseeoner Perchten

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Im Depot des neuen Kirchseeoner Maskeums: Johanna Killi, Herbert Schafbauer und Rainer Eglseder. © Foto: Kees

Vergangenes Wochenende war Tag der offenen Tür im zukünftigen Kirchseeoner Perchtenmuseum - am 1. Dezember starten die diesjährigen Perchtenläufe

Kirchseeon – Der Zeitpunkt war gut gewählt. Kurz vor dem Start der diesjährigen Perchtenläufe öffnete das künftige Kirchseeoner Perchtenmuseum vergangenes Wochenende zum ersten Mal seine Türen für die Öffentlichkeit. Natürlich ist das Maskeum – so der Name des zukünftigen Museums – noch nicht fertig, doch es lässt sich schon ganz gut erkennen, wie es einmal aussehen wird. 

Bereits fertiggestellt und zum Teil sogar schon gefüllt ist der 80 Quadratmeter große Depotraum. 14 schiebbare und zweiseitig benutzbare Rollregale sind dort installiert - genügend Platz für die Sammlung der etwa 400 Masken, die derzeit allerdings noch nicht alle dort lagern. Manche sind noch in Privatquartieren zwischengelagert, andere bereits im Einsatz für die diesjährigen Läufe. Für die Besucher war der Eindruck des Depots allerdings schon recht anschaulich. Ein Ort übrigens, den man als Museumsbesucher später wohl nicht mehr zu sehen bekommen wird. 

Der Ausstellungsraum selbst – das Maskeum verfügt über insgesamt 260 Quadratmeter Fläche, der größte Bereich davon wird zukünftig für die Ausstellung genutzt – ist zwar schon entworfen, jedoch noch nicht umgesetzt. 2019 will man an den Feinschliff. Ende 2020 - möglichst vor den Perchtenläufen, wie sich Rainer Eglseder, Leiter des Projektgremiums Maskeum der Perschten-Stiftung sowie 1. Vorsitzender des Fördervereins Maskeum, ausdrückt - soll das Kirchseeoner Maskeum im zweiten Obergeschoss des Nordflügels der Schule dann eröffnet werden. Ein Rechner im zukünftigen Büroraum hingegen ist längst in Betrieb: am Wochenende saß Johanna Killi eifrig daran und war mit der Inventarisierung der Masken beschäftigt. Viel Arbeit sei das, so erzählt sie. 

Die Vorfreude auf das zukünftige Maskeum war den Perchten-Vertretern an ihrem Tag der offenen Tür deutlich anzusehen. Endlich hat man einen Ort, an dem der Kirchseeoner Brauch, der den Namen der Gemeinde weit in die Welt hinausgetragen hat, professionell präsentiert werden kann. Eglseder freut sich besonders darauf, dass die ausgestellten Masken dort alle einzeln beleuchtet werden sollen. Die Vorfreude galt aber noch einem anderen Ereignis: ab dem 1. Dezember laufen die Perchten wieder durch Kirchseeon und ziehen mit Glücks- und Fruchtbarkeitsritualen von Haus zu Haus, tanzen und sagen ihre Sprüchlein auf, um Haus und Bewohner im kommenden Jahr vor bösen Geistern zu bewahren. 

Perchtenläufe 

Los geht´s am 1. Dezember um 15 Uhr in Forstseeon (Forstseeoner Straße). Von dort zieht man nach Kirchseeon Dorf. Am 2. Dezember setzt man den Lauf um 16 Uhr am Talweg fort. Am Wochenende darauf – 8. und 9. Dezember – ziehen die Perchten durch Kirchseeon Süd und Nord (am Samstag ab 15 Uhr vom ehemaligen Fiat-Gelände in der Jahnstraße aus und am Sonntag ab 15 Uhr vom ehemaligen Forsthaus Spannenleitenberg). Start am Samstag, 15. Dezember ist um 15.30 Uhr in Osterseeon. Die Perchten ziehen dann durch Kirchseeon Moos und werden um 18.30 Uhr beim Kirchseeoner Weihnachtssingen am Marktplatz erwartet. Sonntag, 16. Dezember führt der Lauf ab 16 Uhr vom Gartenweg aus durch Kirchseeon Spannenleitenberg. Am Wochenende, 22. und 23. Dezember steht Eglharting auf dem Plan (Samstag, 15.00 Uhr ab Gasthof Hamberger und Sonntag, 15.30 Uhr vom Parkplatz Supermärkte aus). Nach dem Jahreswechsel ziehen die schaurigen Gestalten dann am Freitag, 4. Januar weiter durch Eglharting (ab 18 Uhr von der Sparkassenfiliale an der B304). Am Samstag, 5. Januar sind die Perchten in Riedering, Ilching und Buch zu erleben (ab 16 Uhr von Riedering). 

Der „Dreikini-Abschlusslauf“ am 6. Januar startet um 15 Uhr beim griechischen Restaurant (An der Brücke 4) in Kirchseeon. Gegen 18 Uhr kommen alle zum festlichen Finale beim Perchtenbrunnen am Kirchseeoner Marktplatz zusammen. Und dann ist die Saison auch schon wieder vorbei. Kees

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