Bürgerversammlung in Vaterstetten 2019

Vaterstetten: Bürgerversammlung mit Werbeblöcken

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Ob Auto, Rad, Bahn oder Fußgänger – der Verkehr war das Hauptthema

Verkehr, Senioren, Kinder, Nachverdichtung und Freizeit – bei der diesjährigen Bürgerversammlung für Vaterstetten war alles dabei. Zwischendurch gab es auch etwas Werbung

Vaterstetten – Für den Glasfaseranbieter, für die Europawahl, für die Pacht von Blumenwiesen, für Unterschriften gegen die geplante Weißenfelder Umfahrung, für lokale Händler und gegen Paketbestellungen – auf der in diesem Jahr sehr gut besuchten Vaterstettener Bürgerversammlung wurde diesmal viel geworben. Zu viel für einige Teilnehmer. „Ich finde nicht gut, wenn die Bürgerversammlung monopolisiert wird für Ihre Werbeveranstaltung“, wehrte sich ein Herr gegen den Marketingvortrag fürs geplante Glasfasernetz. 

Aber auch der Aufruf einer älteren Dame, sich Wiesen für den Artenschutz zu pachten, gehörte für einen anderen Teilnehmer nicht in die Bürgerversammlung. 

Ob Auto, Rad, Bahn oder Fußgänger – der Verkehr war das Hauptthema. Auf die Nachfrage zum aktuellen Stand beim Bahnthema Brennerzulauf erklärte Umweltreferent Wolfgang Kuhn, dass es keine klaren Fakten gebe, man momentan nicht wisse, wie’s weiter gehe. Gute Nachricht zur Baldhamer Unterführung: Nächste Woche soll alles abgeschlossen werden. Eine Mutter forderte eine Ampel an der Heinrich-Marschner-Straße, Höhe Lortzingstraße, als sicheren Überweg zur neuen Grundund Mittelschule; ein Herr einen Zebrastreifen von der Alten zur Neuen Poststraße. „Den Übergang an der Waldstraße zu nutzen, ist eine Zumutung.“

Ein Teilnehmer wünschte sich eine Parkverbotszone in der engen Frühlingsstraße, zumindest kurze Halteverbote wegen des Begegnungsverkehrs. Ein Anwohner der Anemonenstraße eine Parklizenzzone für Anlieger, um Fremdparker auszusperren. Alle Themen will Manfred Weber, Leiter des Vaterstettener Straßenbauamtes, überprüfen. Ein Geschäftsmann aus dem Winkelbau monierte sich über die kommunale Verkehrsüberwachung, die Knöllchen nur an Kunden, aber nicht an Geschäftsleute verteile. Die Gemeinde habe dies so nicht angeordnet, so Weber. „Wir fühlen uns ignoriert und nicht ernst genommen“, schimpfte ein Vertreter des Seniorenbeirats. Es gebe keinen offiziellen Seniorenbeauftragten mit Sitz und Stimme im Gemeinderat. Dabei müssten Lebensqualität und Situation der Senioren, die ein Viertel der Vaterstettener Bevölkerung ausmachen, stärker berücksichtigt werden. Dass die VHS sich mit dem Thema Alter auseinandersetze, könne trösten, „wenn man nicht in angemessener Zeit von A nach B kommt“, meinte ein anderer Herr und forderte, die Omnibus-Ringlinie wieder in beide Richtungen verkehren zu lassen. 

Wann kommt der Bürgerpark am Friedhof, wann der Park im Nordwesten, fragte ein Bürger. Die Anger im Nordwesten würden gerade fertiggestellt, die Wiese am Friedhof bereits für diverse Veranstaltungen genutzt, so die Antwort aus dem Rathaus. Eine Bürgerin warb für mehr Treffpunkte und Flä- chen für kleine Gruppen. „Wir wollen Leben in die Gemeinde bringen“, stimmte ihr Bürgermeister Georg Reitsberger zu. Ein Kritiker der massiven Nachverdichtung im Ort empfahl der Gemeindeverwaltung, „möglichst bald viel zu fotografieren, um später zeigen zu können, wie Vaterstetten mal ausgeschaut hat“. die

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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