+++ VOLKSFEST-MADL 2019 +++

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Auch 2019 suchen wir zusammen mit unseren Sponsoren und Festwirt Martin Lohmeyer das Ebersberger Volksfest-Madl.
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Männerprogramm bei der vhs Grafing

Räuchern für Männer

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Herbert Thiele aus Baldham, passionierter Feinschmecker und Angler zugleich.

Die VHS-Grafing bietet dieses Frühjahr ein buntes Männerprogramm. Unter anderem einen Fischräucherkurs mit Herbert Thiele aus Baldham, einem passionierten Feinschmecker und Angler.

Ebersberg – In der Schulküche der Grundschule Ebersberg trifft sich an diesem Nachmittag eine illustre kleine Gesellschaft von acht Herren und einer Frau, um das Fische räuchern für zu Hause zu lernen. Herbert Thiele, studierter Mathematiker und Informatiker leitet den Kurs. Er machte den Fischerschein damals parallel zu seinen Diplomprüfungen, „damit es nicht so langweilig ist“. Ein Mann mit jahrelanger Fischerfahrung also. 

Das zeigt er auch immer wieder gern zwischen den verschiedenen Arbeitsgängen. Da sieht man ihn zum Beispiel stolz lächelnd auf einem Foto mit einem von ihm gefangenen Thunfisch der genauso groß ist, wie er selbst. Dreißig bis vierzig Minuten kämpft so ein Fisch an der Angel, bis er müde wird, „und dann sind sie selber fix und fertig, so viel Kraft kostet das“. Seine Anekdoten und kleinen Geschichten, neben all dem Wissen, welches er vermittelt, machen den Kurs zu einem leichten und beschwingten Nachmittag. „Selber räuchern sei kein Hexenwerk, man braucht nur Fisch von einer guten Qualität“. 

Er selber kauft diesen am liebsten bei einem Fischhändler in Moosach bei Grafing. Jeder Kursteilnehmer bekommt an diesem Tag seinen eigenen Fisch, eine Lachsforelle, um sich daran zu üben. Grundsätzlich ist jeder Fisch räucherbar. Thiele zeigt, wie man das Tier fachgerecht ausnimmt und erklärt, dass es wichtig sei, vor allem die Kiemen herauszuschneiden. Denn diese enthalten Bitterstoffe und werden als allererstes schlecht. „Der Fisch stinkt zuerst vom Kopf“, dieses Sprichwort kommt also nicht von ungefähr. Nachdem alle ihre Fische soweit präpariert haben, werden diese eine Stunde in eine 25-prozentige Salzlösung eingelegt. 

Möchte man den Fisch länger einlegen, was durchaus möglich ist, so verwendet man einen 5 Prozent Lösungsansatz. So eine Salzlösung hat den Vorteil, dass diese wesentlich besser einzieht, als trockenes Salz. Die Stunde während der Fisch zieht, wird zum Fachsimpeln genutzt – alle sind sozusagen Profiköche. Und Thiele zeigt in der Pause an Hand seiner eigens mitgebrachten Schleifmaschine, wie einfach Messerschleifen doch sein kann, wenn Mann es kann. Nachdem der Fisch gezogen hat, wird der Räucherofen vorbereitet. In die kleinen Kästen aus Edelstahl passen bis zu vier Fische hinein. 

Die Hitze kommt von zwei Spiritusbrennern, wie sie auch zum Beispiel bei einem Fondue üblich sind. Auf den Boden des Räucherofens kommen ein – bis zwei Esslöffel Räuchermehl, je nach Geschmack (nur Laubholz und hier am besten von der Buche), und ein paar angestoßene Wacholderbeeren. Rost rein, Fische einlegen, Deckel drauf, Ofen an, 20 min Zeit vergehen lassen – fertig ist der selbstgeräucherte Fisch. Mit Spannung erwarten die Teilnehmer ihre Fische. Immer wieder kontrolliert einer der Männer, ob denn die kleinen Öfen noch brennen. Es ist durchaus amüsant als Frau, Männern bei dieser „archaischen“ Arbeit zuzusehen, bestätigt die einzige Frau im Kurs mit einem Lächeln. Fisch, Feuer, Wildnis, Überleben, da werden wohl ganz bestimmte Areale im Gehirn tangiert. Tricks, Tipps und Arbeitserleichterungen von Thiele werden begeistert aufgenommen und notiert. Um sich Zeit und Arbeit zu sparen legt der „Fischprofi“ zum Beispiel gleich mehrere Fische in der Salzlösung ein, vakuumiert und friert diese ein und hat so jederzeit Fisch zum Räuchern bereit. Der warm geräucherte Fisch, hält in einem Nullgradfach des Kühlschrankes gut eine Woche. „Aber so alt werden meine Fische gar nicht“, klärt er schmunzelnd auf. Zum Schluss sitzen alle mehr als zufrieden und ehrfürchtig kostend vor ihren Fischen. Schön zerlegt, denn das lernten die Kursteilnehmer auch noch ganz nebenbei. Wer also mehr über Fische räuchern für zu Hause wissen möchte, ist gut beraten bei Herbert Thiele einen Kurs zu machen, den er regelmäßig in Ebersberg oder Vaterstetten anbietet. „Ein jeder der den Kurs belegte kaufte sich einen kleinen Räucherofen“, so zieht Thiele Bilanz. 

Aber selbst wenn man das nicht tut, macht der Nachmittag zu diesem Thema enorm viel Spaß und Freude und ganz nebenbei lernt man viel, was man vielleicht irgendwann in der Wildnis da draußen brauchen kann, auch als Frau. Andrea Tretner

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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