Heimweh nach Bayern

Mit 95 Jahren ist Elisabeth Kohles noch immer rüstig

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Jubilarin Elisabeth Kohles (3. von links) mit ihren Gratulanten: Sohn Peter, Schwiegertochter Monika, die Urenkelinnen Helena und Lilly, Enkelin Silvia und Vaterstettens dritter Bürgermeister Günter Lenz (von links).

Mit viel Besuch feierte Elisabeth Kohles im Carecon-Seniorenheim ihren 95. Geburtstag.

Vaterstetten – Mit viel Besuch feierte Elisabeth Kohles im Carecon-Seniorenheim ihren 95. Geburtstag. Die rüstige Jubilarin freute sich, dass ihre Familie aus Salzburg angereist war und auch Vaterstettens dritter Bürgermeister Günter Lenz machte seine Aufwartung. Elisabeth wurde 1924 in München geboren. 1929 zog die Familie nach Ottobrunn. 

Dort betrieb ihr Vater ein Baugeschäft und war maßgeblich am Bau der neuen Grundschule an der Friedenstraße beteiligt. Als Elisabeth zwölf Jahre alt war, wurde der Neubau eingeweiht und sie durfte in einem feierlichen Akt die Schule aufsperren. 1944 heiratete Elisabeth und bekam nacheinander einen Sohn und eine Tochter. 

Die Ehe hielt leider nicht lang, 1951 ließ Elisabeth sich scheiden und zog später mit ihren Kindern nach München. Dort arbeitete sie bis zu ihrer Rente beim Patentamt. Der nächste Umzug folgte 1997: Ihre Tochter lebte mittlerweile in Baden-Württemberg und wollte die Mutter gerne in der Nähe wissen. Elisabeth entschied sich, in ein betreutes Wohnen zu ziehen. 

Dort blieb sie 17 Jahre lang, doch dann verstarb ihre Tochter im Alter von 65 Jahren. Elisabeth, mittlerweile selbst fast 90 Jahre alt, bekam Heimweh nach Bayern und entschied sich, noch einmal umzuziehen. Ihre Wahl fiel auf das Carecon-Seniorenheim, wo sie zunächst eine Woche zur Probe wohnte und dann gleich zugriff, als ein schönes großes Eckapartment frei wurde, in das sie 2014, kurz vor ihrem 90. Geburtstag, endgültig einzog. Elisabeth ist es gewohnt, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und selbst für sich zu sorgen. So machte sie im Alter von 39 Jahren den Führerschein, um mobil zu sein. Auch die Entscheidung, nach Vaterstetten zu ziehen, hat sie alleine getroffen. Früher hat Elisabeth viel genäht, war regelmäßig beim Schwimmen und ist gerne gereist: „Jedes Jahr, in dem ich nicht ans Meer fahren konnte, war ein verlorenes Jahr“, erzählt sie schmunzelnd. Das geht heute zwar nicht mehr, weil die Beine nicht so recht mitmachen, doch geistig ist Elisabeth noch immer topfit. 

Im Seniorenheim besucht sie den Singkreis und nimmt am Gedächtnistraining teil, außerdem liest sie viel und löst Kreuzworträtsel. Mit einer Bekannten fährt sie einkaufen und versorgt sich noch zu einem großen Teil selbst. Außerdem sieht sie gerne fern: „Mein Hauptsitz ist mein Fernsehsessel“, lacht sie.se

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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