Maria Eglseer wird 90.

Mit viel Schwung bis zum Neunzigsten

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Die Jubilarin mit Vize-Landrätin Magdalena Föstl und Vaterstettens zweitem Bürgermeister Martin Wagner.

Maria Eglseers Leben begann ausgesprochen stürmisch

Vaterstetten – Maria Eglseers Weg ins Leben begann stürmisch, nämlich mit einer Sturzgeburt mitten auf der Straße. Und es war nicht irgendeine Straße, sondern die berühmte Getreidegasse in Salzburg, in der Maria vor 90 Jahren zur Welt kam: Auf dem Heimweg von der Arbeit setzten bei ihrer Mutter plötzlich die Wehen ein und kurz darauf war ihre Tochter schon geboren. Zum Glück haben Mutter und Kind dieses Erlebnis gut überstanden, Maria ist das zweitälteste von insgesamt sechs Kindern. Bis zu ihrem vierten Lebensjahr wohnte die Familie in Salzburg, dann zog sie um nach München-Schwabing, wo Maria fortan aufwuchs. Hier absolvierte sie auch ihre Ausbildung zur Großhandelskauffrau, doch als ihre Firma im Krieg ausgebombt wurde, wechselte sie als Schreibkraft ins Polizeipräsidium in der Ettstraße. Dort studierten ihre Kolleginnen eines Tages die Bekanntschaftsanzeigen in der Zeitung und irgendwann hieß es: „Maria, wäre der nichts für Dich?“ Offensichtlich gefiel Maria das, was sie in dem Inserat las, denn sie schrieb dem jungen Mann einen Brief. Hans war jedoch gerade im Russlandfeldzug und so dauerte es bis Kriegsende, bis die beiden sich endlich zum ersten Mal treffen konnten. Im Jahre 1947 wurde geheiratet und Maria wechselte erneut ihren Beruf, denn Hans war Graveur und Maria half ihm fortan in Werkstatt und Laden in der Schleißheimer Straße.Das Paar bekam eine Tochter, Helga. Diese heiratete später Robert Steinberger, der in Vaterstetten kein Unbekannter ist, denn er war lange Jahre Mesner in der Pfarrei „Zum kostbaren Blut Christi“. Auch Helga und ihre Mutter Maria sind der Pfarrgemeinde eng verbunden.Nach mehreren Umzügen wohnt Maria heute zusammen mit Tochter und Schwiegersohn in der Möschenfelder Straße. Noch immer geht sie regelmäßig zum Altenclub der Pfarrei „Maria Königin“ in Baldham und besucht die Gruppe „Mit Kaffeesatz und Nähnadel“ im Vaterstettener Pfarrzentrum, denn Handarbeiten ist eines ihrer Hobbys. Für ihre vier Enkel und drei Urenkel hat sie schon viel selbst gestrickt.In jüngeren Jahren ging sie gerne zum Klettern in die Berge und mit ihrem Hans zum Tanzen und auch heute turnt sie noch regelmäßig jeden Tag. Kein Wunder also, dass sie noch sehr rüstig ist. So hatte sie auch die nötige Kondition für ihren runden Geburtstag, denn die Feierlichkeiten zogen sich über mehrere Tage hin: Zunächst war die Familie, immerhin 35 Personen, zum Essen beim „Schmankerlwirt“ in Neukeferloh. Tags darauf feierte sie zuhause mit Freunden und Bekannten und da schauten auch die Vize-Landrätin Magdalena Föstl und Vaterstettens zweiter Bürgermeister Martin Wagner zum Gratulieren vorbei. Und weil aller guten Dinge drei sind, feierte sie dann noch einmal im Kreise ihrer Enkel.se

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