Bürgerversammlung Ebersberg 2018

Viel zu tun für Walter Brilmayer

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Volles Haus und eigentlich alles fest im Griff hatte Bürgermeister Walter Brilmayer bei der diesjährigen Ebersberger Bürgerversammlung im alten speicher.

Vielschichtig waren die Bürgerbelange bei der Bürgerversammlung Ebersberg 2018

Ebersberg – Pünktlich um 20 Uhr war der alte speicher vollbesetzt und Bürgermeister Walter Brilmayer begann mit seinem Jahresrückblick. Insbesondere im Breitbandausbau habe man im laufenden Jahr die Beschlüsse gefasst. Aber die Realisierung werde aufgrund des Facharbeiter-Mangels erst frühestens in zwei bis drei Jahren abgeschlossen sein. Trotz aller Zuschüsse, werde Ebersberg für den Breitband auch tief in die Tasche greifen müssen. 

Ebersbergs kommunale Haushaltslage gilt als angespannt. Ebersbergs Schuldenstand wird zum Jahresende 2018 bei etwas über 15 Millionen Euro liegen. Das sind rund drei Millionen Euro weniger als kalkuliert, dafür wurden aber auch Investitionen wie Sanierung des Gemeindehauses und die neue Deckschicht auf der Münchner Straße ins nächste Jahr 2019 verschoben. Den Schuldenstand teilte Brilmayer auf, denn 64 Prozent der Schulden müssen die Bürger direkt über Gebühren für Trink- und Abwasser tragen. Im Kommunalen Haushalt machen sich auch die in Millionenhöhe rückläufigen Gewerbesteuereinnahmen bemerkbar, derzeit nimmt man für das Jahr 2018 nur 6,7 Millionen statt wie zu Beginn acht Millionen Euro an Einnahmen an. 

Den Trinkwasserverbund mit Grafing erläuterte Brilmayer auf seine Weise. Ebersberg braucht den Verbund mit Grafing, um die Trinkwasserversorgung im Notfall gemäß den Vorschriften sicherzustellen. Man habe sich nun geeinigt. Innerörtlich müsse man noch prüfen, ob Wasserleitungen unterhalb des Rathauses oder um das Rathaus herum zu verlegen sind. Letzteres dürfte einen Verkehrskollaps auslösen, wie Brilmayer selbst schon befürchtete. 

Damit war er genau da, wo auch die Bürger der Schuh drückt: beim Straßenverkehr. Zwei Bürgerinitiativen meldeten sich zu Wort. Die eine will den landschaftlich attraktiven Ebersberger Osten vor weiteren großen Straßen schützen, die andere den Verkehr, insbesondere den aus der Eberhardstraße aus Ebersberg herausbringen. 

In Sachen Klimaschutz will Ebersberg sich auf seinen Klimaschutzmanager Christian Siebel in Zukunft verlassen können und ihn gänzlich auf eigene Kosten weiterbeschäftigen. Bürger aber fragen sich, ob der vorhandene Ökostrom ausreiche, wenn die Ziele in der e-mobilität erreicht werden würden. Vergangen sind leider die Zeiten des einheimischen Baulandes. Die Regeln haben sich verändert. Auch junge Ebersberger müssen nun erfahren, dass wer bauen möchte, auch mehr für den Grund zu zahlen hat, weil dieser nun teurer geworden ist und nur 30 Prozent des Grundstückswertes die Kommune den Käufern erlassen kann.ar

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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