Schlechte Bilanz

Galgenfrist für Walpurgismarkt

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Von zu großem Besucherandrang konnte heuer am 28. April nicht die Rede sein. Dennoch zogen die Vereine eine positive Bilanz des Walpurgismarktes

Wenig Fieranten, schlechtes Wetter. Hat der Walpurgismarktes in Kirchseeon noch eine Zukunft?

Kirchseeon – Dank unzuverlässiger Fieranten steht der Walpurgismarkt in Kirchseeon beinahe vor dem Aus. In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats wurde über einen Antrag diskutiert, der das Absetzen dieser Veranstaltung inklusive verkaufsoffener Sonntag nahe legt. Angeregt hatte diese Maß- nahme Sabine Koepp, im Rathaus unter anderem verantwortlich für das Marktwesen. Und diese Arbeit würde viel Zeit und hohen Personaleinsatz fordern, wie sie im Sachvortrag schreibt. 

Zum vergangenen Walpurgismarkt waren mehr als 30 Händler kontaktiert worden, 19 davon bejahten eine Teilnahme, aber letztlich waren am Markttag nur zehn wirklich erschienen. Zwei davon seien zeitnah wieder abgezogen, letztlich also nur acht Stände - inklusive zwei Imbissanbieter - aktiv am Marktgeschehen beteiligt. Wären heuer nicht die Vereine vor Ort gewesen, dann hätte es freilich noch mauer ausgesehen. Diese Tendenz ist seit ein paar Jahren erkennbar, weshalb Bürgermeister Udo Ockel auch von einem „Schwächelthema“ sprach. Und er machte seine persönliche Meinung deutlich: Den Markt „brauche ich nicht...“. 

Die Anziehungskraft schwinde, auch weil man Pech mit dem Wetter habe. Die Gemeinderatsmehrheit sprach sich aber für einen Verbleib der Veranstaltung im nächsten Jahr aus. Allerdings war man sich auch einig, dass dies dann wohl die letzte Bewährungsprobe vor allem für die Händler und letztlich den Walpurgismarkt sein müsste. Besonders die Vereinssprecherin Gerda Rothaupt unterstrich den Willen der örtlichen Vereine, die Veranstalter mit ihrer Anwesenheit zu unterstützen. Am Rande: Der Gartenbauverein habe sich über zehn neue Mitglieder gefreut, die am Walpurgismarkt ihre Mitgliedschaft bejahten. Ebenso habe etwa die Freiwillige Feuerwehr ihre Teilnahme als erfolgreich bezeichnet. Räte der UWG befürchteten, dass mit Abschaffung dieses Waren- und Kunsthandwerkmarktes bald gar nix mehr los sei in Kirchseeon und aufgrund des verkaufsoffenen Sonntags für die örtlichen Einzelhändler ein wichtiger Termin wegfiele. 

Vielleicht aufgrund der Wetterlage Ende April über einen anderen Termin nachdenken, sich zusammensetzen und mögliche Änderungen/Verbesserungen besprechen und auf jeden Fall erneut die Vereine mit einbeziehen, so lauteten letztlich die Anregungen, um den Walpurgismarkt doch noch ans rettende Ufer zu holen. In 2020 hat er zunächst seine allerletzte Chance. osw

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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