Bürgerversammlung Egmating

Windkraftplanung in Egmating

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Hohe Beteiligung seitens der Bürger

Zu einer Bürgerversammlung zum Thema Windkraftplanung hatte Bürgermeister Ernst Eberherr in den Gemeindesaal eingeladen.

Egmating– Rund 90 interessierte Bürger kamen, um sich über den Stand der Konzentrationsflächenplanung im Landkreis Ebersberg und der Nachbargemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn zu informieren. Die Windkraftplanung der Nachbargemeinde ist für Egmating deshalb wichtig und interessant, weil die Gemeinde Höhenkirchen im Höhenkirchner Forst einen Windpark plant. Ursula Mayer, Bürgermeisterin von Höhenkirchen-Siegertsbrunn, braucht dafür aber das Einverständnis aller anliegenden Nachbargemeinde wie Egmating, Aying und Oberpframmern und Grasbrunn, denn der Wald gehört den Bayerischen Staatsforsten. Diese schließen jedoch nur Standortsicherungsverträge für Windkraftanlagen ab, wenn die umliegenden Gemeinden der Planung zustimmen. Bis auf Grasbrunn haben bis jetzt alle Gemeinden zugestimmt. Mayer vermutet, dass Grasbrunn nur deshalb noch nicht zugestimmt habe, weil die Gemeinde ihre eigene Konzentrationsflächenplanung noch nicht abgeschlossen hat. „Seit fünf Jahren melden Investoren Interesse am Bau für Windräder bei uns“, berichtete Mayer. Das von Höhenkirchen-Siegertsbrunn vorgesehene Areal sei für fünf bis sechs Windräder geeignet, so Eberherr. Egmating, ebenso wie die anderen Gemeinden, könnte seine „Windkraftflächen“ an den Teilflächennutzungsplan von Höhenkirchen anschließen. „Da könnten für jeden ein bis zwei Windräder rausspringen“, so Eberherr. Ihre Gemeinde sei früh in die Windkraftplanung eingestiegen, berichtete Bürgermeisterin Ursula Mayer, deshalb habe Höhenkirchen auch einen genehmigten Teilflächennutzungsplan für Windkraftanlagen. Der Höhenkirchner Teilflächennutzungsplan, der an den Egmatinger Ortsteil Neuorthofen grenzt, sei rechtskräftig, deshalb greife die im April neu beschlossene, strengere Abstandsflächenregelung (10 H-Regelung) in diesem Fall nicht. Als „wichtiges Faustpfand“ bezeichnete Eberherr den Teilfächennutzungsplan. Ein gemeinsamer Windpark an der Gemeindegrenze zu Höhenkirchen-Siegertsbrunn entlaste andere Flächenoptionen in der Gemeinde Egmating.Viele Fragen zu der Planung, aber auch Rentabilität, zum Infraschall, Lärmschutz und zur Windhäufigkeit von Windenergie hatten die Bürger. Klimaschutzmanager Hans Gröbmayr, beantworte ebenso viele Fragen wie die Fachleute Hans Brugger, Planer der Ebersberger Konzentrationsflächen „Windkraft“ und Jens Mühlhaus von Green City Energie, das Ingenieurbüro, das derzeit die Windmessung im Ebersberger Forst durchführt. Erfreut zeigte sich Gröbmayr darüber, dass sich auch viele befürwortende Stimmen meldeten. Sein Fazit aus der Veranstaltung: „Besonders wichtig war den Bürgern die Möglichkeit, sich an den geplanten Windrädern finanziell beteiligen zu können. Bürgermeister Ernst Eberherr betonte, dass man von den fossilen Energien los kommen müsse. Er setzte sich vehement für die Windkraft und für das interkommunale Projekt im Höhenkirchner Forst ein. Eberherr: „Schließlich haben wir Bürgermeister vom Landkreis und von den Bürgern den Auftrag erhalten, die Energiewende voranzutreiben“.chg

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