Vorträge, Filme, Exkursionen und Workshops

Wochen der Toleranz im Landkreis Ebersberg

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Nach dem großen Erfolg der Veranstaltungsreihe im Jahr 2018 entschieden sich heuer wieder verschiedenste Institutionen aus dem Landkreis, zusammen mit dem Kreisbildungswerk Ebersberg Vorträge, Filme, Exkursionen und Workshops zum Thema Toleranz anzubieten.

Ebersberg – Den ganzen November lang können 22 Veranstaltungen verschiedenster Art besucht werden. Wie schon im Jahr 2018 war und ist es auch heuer allen Partnern ein großes Anliegen, die Toleranzwochen wieder als Gemeinschaftsprojekt auf die Beine zu stellen, um so auch die gemeinsame Verantwortung aller Beteiligten in den Vordergrund zu stellen. Ganz ohne Eitelkeiten zog man hier an einem Strang. Vereinen, Ämtern, Aktionsbündnissen und die beiden Volkshochschulen im Landkreis waren und sind die Themen rund um die Toleranz äußerst wichtig. 

So ist es auch für manch ehrenamtlich geführten Verein durchaus nötig, sich mit Planung und Organisation an einen größeren Partner anlehnen zu können. So betonte dies Angela Warg-Portenlänger (Aktionsbündnis gegen Rechtsradikalismus Bunt statt Braun), die sich wie viele andere Organisatoren bei der Pressekonferenz für die unkomplizierte Zusammenarbeit mit dem KBW herzlich bedankte. Bunt statt Braun zeigt auf einer Veranstaltung am 18. November gleich schwarz auf weiß, „dass sich eine Verschiebung der eher rechten politischen Einstellung Richtung Mitte zeigt“. Dazu stellte Julia Bissinger (Fachstelle Partnerschaft für Demokratie) gleich die richtige Frage in die Runde: „Welche Rolle kann der Einzelne in der Zivilgesellschaft hierzu einnehmen, was können wir alle gegen solche Entwicklungen tun?“ Genau das umrunden alle Veranstaltungen. Mit dem Workshop „Argumentationstraining gegen Stammtischparolen“ am 23. November vom Kreisjugendring Ebersberg und dem Bündnis Bunt statt Braun können Teilnehmer das auch gleich praktisch erlernen. Denn wie Philipp Spiegelberger vom Kreisjugendring treffend formuliert: 

„Welche Rolle kann der Einzelne in der Zivilgesellschaft einnehmen?“

„Solche Parolen kann man tagtäglich begegnen, in der S-Bahn, an der Supermarktkasse. Gegen solches Gedankengut muss man was tun“. Toleranz leben in der heutigen Gesellschaft ist nicht ganz so einfach. Und es tut gut hier sozusagen praktische Arbeitsanleitungen zu bekommen. Spannend dürfte auch eine Veranstaltung von der vhs Vaterstetten sein, die Prof. Dr. Günther von Lojewski für einen Vortrag gewinnen konnte. Das Urgestein des Journalismus, Erfinder des heute-journals, spricht über den Fall der Mauer vor 30 Jahren und reflektiert über die Frage: „Wie ist das denn heute mit der grenzenlosen Freiheit?“ Für die Auftaktveranstaltung wünschen sich alle Organisatoren ganz viele Besucher, ist es doch die einzige Veranstaltung, wo alle gemeinsam auftreten und vor allem feiern. Mit diesem gemeinsamen Kulturfest, bei dem auch Christian Springer, der bekannte Kabarettist einen Auftritt haben wird, sollen alle die Vielfalt unserer heutigen Gemeinschaft spüren können, auf „die sich unsere Zukunft gründet“. Auf humoristisch-nachdenkliche Weise lädt Springer zum Nachdenken über das Thema Toleranz ein. Es folgen weitere Künstler und viel Musik, für ein wenig kulinarisches ist auch gesorgt. 

Von links Andreas Stadler, Projektleiter KBW; Philipp Spiegelberger, Kreisjugendring Ebersberg; Tanja Eckle, Landratsamt EBE; Gabriele Ros, EZV Steinhöring; Martina Eglauer, VHS Grafing; Agela Warg-Portenlänger, Bund statt Braun; Julia Bissinger, Fachstelle Partnerschaft für Demokratie; Lilit Lebküchen, Caritas Ebersberg; Helmut Ertel, VHS Vaterstetten; Jennifer Becker, KBW

Das Ganze ist wie alle anderen Veranstaltungen kostenfrei. Nur für den Oscar nominierte Kinofilm „Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats“, der am 19. November in Grafing im Capitol gezeigt wird, wird Eintritt verlangt. Auch der Einrichtungsverbund Steinhöring ist mit dabei. Am 16. November gibt es noch einmal den Vortrag „Lebensborn in Steinhöring“, der letztes Jahr fast schon Unmengen an begeisterten Zuhörern ins Café Wunderbar lockte. Dort übrigens findet am 21. November eine Fotoausstellung statt. Fotografen mit und ohne Behinderung zeigen Bilder mitten aus dem Leben. Wer nähere Informationen zu all den tollen Vorträge und Workshops im Detail haben möchte, der wende sich bitte an das KBW unter Tel. (0 80 92) 85 07 90. Eine Übersicht gibt es auch im Internet unter www.kbw-ebersberg.de. Tretner

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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