Zornedinger Energieforum lud zu Infoabend

Windkraft für Zorneding: Startschuss ist gefallen

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Gut gelaunt präsentierten sich Wolfgang und Bianka Poschenrieder sowie Gemeinderat Helmut Obermaier und Windmüller Hans Zäuner (v.l.n.r.) bei der Fragerunde.

Die Windenergie ist in Deutschland weiter auf dem Vormarsch, bei der Stromerzeugung an zweiter Stelle hinter der Braunkohle. Das Ziel auch in Zorneding ist klar: Weg von fossilen Energieträgern, die Zeit wird angesichts des Klimawandels knapp.

Zorneding – Nachdem jüngst im Gemeinderat pro Windenergie für die Zornedinger Stromerzeugung votiert wurde, hatte das örtliche Energieforum zum Infoabend in den Gemeindesaal der Christophoruskirche geladen. Der war überfüllt, so dass sich vor der Tür im Eingangsbereich eine Schlange bildete, um die Vorträge verfolgen zu können. 

Energieforum-Leiter Wolfgang Poschenrieder informierte nach der Begrüßung durch Piet Mayr und der Anmoderation von Bianka Poschenrieder über den bedenklichen Stand der Dinge beim Klima, über die verheerenden Folgen für die Enkel und Urenkel, über eine Unbewohnbarkeit der Erde, wenn nicht eine Wende eingeleitet wird – und das so schnell wie möglich. Und die anwesenden Gäste wollten augenscheinlich eine solche. Denn nachdem Poschenrieder die vier Schritte zur Verwirklichung eines gemeinschaftlichen, regionalen Windkraftprojekts erläutert hatte, wurde die erste Mitgliederversammlung einer kommenden Gesellschaft abgehalten – im übertragenen Sinne: Er fragte, wer möchte grundsätzlich an der Verwirklichung des Projekts teilhaben, in welcher Art auch immer aktiv mitmachen: Mehr als die Hälfte der Menschen im Saal hob bejahend die Hand. 

Anschließend gab Windmüller Hans Zäuner über die Abläufe, den Aufwand, die Finanzierung, den Ertrag und die Widerstände gegen solche Projekte anhand des Hamberger Windrads Auskunft. Es ist – noch – das einzige im Landkreis Ebersberg, daher sind Zäuner und sein Vortrags-Partner Werner Stinauer mittlerweile Dauergäste und Info-Profis. Die Zuhörer applaudierten, nickten zustimmend und konnten auch immer wieder schmunzeln. 

Im Anschluss folgte die Fragerunde. Ob nun überall im Landkreis dieses Thema auf der Agenda stehen würde und allerorten Windräder gebaut würden, wollte ein Gast wissen. Wollen würden viele, aber man müsse das Thema auch umsetzen, so wie er und Stinauer und die Hamberger es getan hatten und wie Zorneding es augenscheinlich nun machen wolle, so Zäuner. Fazit dieser Auftaktveranstaltung: Das Interesse ist mehr als geweckt, nächste Schritte sollen folgen: Entscheidung über Gesellschaftsgründung und Gremien, Erwerb von Eigenkapital und Sicherung eines Kredits, aber vor allem: Gesprä- che suchen mit den in Frage kommenden Grundstückseigentümern auf den ausgewiesenen Konzentrationsflächen in Zorneding. Wer bei der kommenden Mitgliederversammlung und auch anschließend am Projekt Windenergie für Zorneding teilnehmen möchte, kann aufwww.energie-forum-zorneding.de dies auf einem Formular ankreuzen. Auf dieser Internetseite ist auch die Konzentrationsflächenplanung Wind für den Landkreises einfach anzuklicken. Es ist nun mehr als ein erster Schritt zur Gründung der Windgesellschaft Zorneding gemacht – dem Vorbild in Hamberg sei Dank. osw

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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