Grab unter Wiese

Zorneding fördert Baumgräber

Steinkreuz auf einem Friedhof
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Steingrabsteine wird es bei den Baumgräbern auf dem Zornedinger Friedhof nicht geben. Lediglich ein Holzkreuz kann am Ort der Beisetzung für vier Wochen aufgestellt werden

Neue Gebühren und neue Bestattungsform für den Zornedinger Friedhof

Zorneding – Alle vier Jahre dreht sich in Zorneding die Preisspirale für die Bestattung – nicht überraschend – nach oben. Bereits am 1. Juli diesen Jahres tritt die neue Gebührenordnung in Kraft und wird bis inklusive 2024 Bestand haben. Dies gilt auch für die neu geschaffenen Baumgräber.

Grundgebühren für die Leichenbestattung erhöhen sich für Personen ab Vollendung des 10. Lebensjahres von 551 auf 653 Euro, eine Steigerung von 18 Prozent. Eine Bestattung von Urnen in Steingräbern kostet künftig 366 Euro und nicht mehr 264, ein Plus von satten 37 Prozent.

Und bei der Grabnutzungsgebühr hat die beauftragte Firma „KUBUS“ die Kindergräber um 55 Prozent verteuern lassen; bei einer Urnennische bis vier Urnen wird ab 1. Juli beinahe das Doppelte verlangt. Im Gemeinderat gab es diesbezüglich keine große Diskussion, was manche Beobachter verwunderte. Stattdessen war das Hauptthema rund um die Friedhöfe das neue Angebot von so genannten Baumgräbern. Diese zu nutzen, wird mit 486 Euro veranschlagt. Die beratende Firma empfiehlt der Gemeindeverwaltung eine Bezuschussung, da finanzielle Förderung solch neue Alternativen erst attraktiv machen würde. Jedoch: Nach Beisetzung der Urne nahe am Baum darf nur ein Holzkreuz mit Namensschild aufgestellt werden, und das auch nur vier Wochen lang. Grablichter sind nicht zulässig, zudem werden besagtes Holzkreuz, etwaige Blumen oder Vasen nach vier Wochen von der Friedhofsverwaltung entfernt.

Es verbleibt dann lediglich ein Stein mit Name sowie Geburts- und Sterbedatum. Die Geschmäcker sind eben verschieden. Bemerkenswert war auch, dass es hörbar niemandem aufstieß, was die beauftragte Firma an finanziellem Missstand herausbrachte: Personalkosten und Innere Verrechnungen betrugen 2018 gut 148.000 Euro, ein Jahr später gut 143.000 Euro. Jedoch kam die Firma „KUBUS“ „nach intensivem Nachfragen und vielen Korrekturen“ im Friedhofsbereich auf „realistische Kosten“: gut 55.000 Euro in 2019, also knapp zwei Drittel weniger.

Und doch gab es auch eine gute Nachricht bei den neuen Gebühren: Für die Gestaltung und Abhaltung der Trauerfeier zahlt man künftig die Hälfte weniger. osw

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