Aus dem Zornedinger Gemeinderat

Zorneding: Junger Grüner nun 3. Bürgermeister

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Piet Mayr vereidigt Moritz Dietz (25) der Grünen als 3. Bürgermeister

Und schon wieder Sekt! Und abermals in der Zornedinger Turnhalle. Aber dem Gemeinderat blieb eben für seine 20 Mitglieder keine andere Wahl, um die erforderliche Distanz zu wahren.

Zorneding -  Es gab durchaus Gründe das Glas zu heben. Doch zu Beginn der konstituierenden Sitzung erhob man sich aus historischem Anlass: Piet Mayr erinnerte an das Kriegsende vor 75 Jahren, das exakt an diesem Kalendertag Geschichte schrieb. Zu einer Gedenkminute an die 55 Millionen Toten standen alle Anwesenden auf. Zu diesen zählten auch überraschend viele Besucher, darunter selten zu sehende junge Menschen. 

Spätestens nach der Wahl des dritten Bürgermeister war klar, was sie in die Halle trieb. Mit Mehrheit – 11:8, konkurriert hatte Renate Pfluger (CSU) - wurde der als Jugendsprecher und jüngster Gemeinderat bekannte Moritz Dietz (25) der Grünen gewählt. Eine Premiere für diese Partei, einen Bürgermeister zu stellen. Und prompt tobte Applaus von den Rängen. 

Zuvor war die bisherige zweite Bürgermeisterin Bianka Poschenrieder (SPD) wieder gewählt worden. Bei der Dislussion um die Geschäftsordnung für die laufende Wahlperiode hatten Bürgermeister Mayr und die Fraktionssprecher den maßgeblichen Inhalt bereits vereinbart, so dass es hierbei nur wenig Redebedarf gab. 

Nur die Bildung eines neuen Ausschusses kam zur Dikussion, nachdem Grünen-Sprecher Obermeier sich für einen solchen ausgesprochen hatte: Soziales/Familie/Bildung sollten die Inhalte lauten. Denn mittlerweile gebe es eine Menge neuer Themen in den Bereichen Migration und Sozialwesen. Zwar bekam er Unterstützung von der SPD, den Freien Wählern der Linken und den Grünen, doch es reichte nur für insgesamt zehn Stimmen. Ebenso viele sprachen sich dagegen aus; somit Gleichstand und damit abgelehnt.

Die angesprochenen Themenspektren sollen nun zusätzlich im Hauptverwaltungsausschuss Gehör finden. All diese doch recht bürokratischen Vorgänge wurden von den sechs neuen Ratsmitgliedern verfolgt und mit ihren Stimmabgaben beschlossen. Zuvor waren sie vom Sitzungsleiter feierlich vereidigt worden. Und das war freilich ein Grund, die Gläser zu erhebe. osw

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