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Zorneding investiert in bessere Straßen

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Die Hinterlassenschaft der polnischen Tiefbauer: anstatt mit Gehwegplatten die Oberfläche zu schließen wurde einfach zugeteert. © Foto: osw

Sind Zornedings Straßen in besserem Zustand als es vergleichsweise im Bundesdurchschnitt der Fall ist? Doch selbst dann wird die Verwaltung um Sanierungsmaßnahmen nicht herum kommen. Und die werden Millionen Euro verschlingen.

Zorneding – Andre Younes, der Fachbereichsleiter Bautechnik, sprach im Sachvortrag des Bauausschusses von einem Erhaltungskonzept für die befestigten Verkehrsflächen, das die Gemeindeverwaltung erstellen ließ. Mit dessen Hilfe konnte man erkennen, „dass die Verkehrsflächen der Gemeinde in einem deutlich besseren Zustand sind als der kommunale bundesweite Durchschnitt.“ 

Das spricht ja nicht gerade für den besagten Durchschnitt, wenn man sich einen Spaziergang mit Blick nach unten durch Zorneding gegönnt hat, könnten sich die Gäste durchaus gedacht haben. Immerhin machte Younes aber auch deutlich, dass gerade in den kommenden fünf Jahren auf die Gemeindekassen hohe Investitionen zukommen würden, damit die Schwelle zu einer kompletten Sanierung des Straßenoberbaus vermieden werden könne. 

Von 7,8 Millionen Euro war für den genanten Zeitraum die Rede. Für die kommenden zehn Jahre könnten 11,3 Millionen fällig werden. Diese Summe bezeichnete Bürgermeister Piet Mayr in der anschließenden Diskussion allerdings als „worst case“- Szenario“. Aktuell werden für nötige Maßnahmen jährlich 250.000 Euro ausgegeben. Würde man bei dieser Summe bleiben, könnten sämtliche Arbeiten um ein Vielfaches länger dauern, so Younes. Mayr machte klar: „250.000 werden nicht mehr ausreichen.“ 

Und er unterstrich einen wichtigen Beitrag durch den Glasfaserausbau: Man sei nun aufgrund der dadurch bedingten Straßenbauarbeiten schneller im Bilde – also, wo welche Sanierung erfolgen müsste. Jetzt werde dort, wo für die Glasfaser gebuddelt wird, von Gemeindeseite aus – im Wechsel mit der Glasfaserfirma – die Wiederversiegelung vollzogen. Im Gehwegbereich würden Betonplatten eingesetzt. Falls die Ausgaben bewilligt würden, könnten 495 „Fälle behandelt“ werden. Dass es an der Zusammenarbeit mit der Deutschen Glasfaser aktuell mangelt, das ging aus einer Erklärung des 1. Bürgermeisters hervor, die er zwei Tage später zu Beginn der Gemeinderatssitzung abgab: Dass es aktuell keine weiteren Tiefbaumaßnahmen geben werde. Beim offiziell zertifizierten Partner der „Deutsche Glasfaser“, Birnstiel EDV aus Pöring, heißt es, die Deutsche Glasfaser habe die Zusammenarbeit mit der bisher ausführenden Firma beendet. 

Jedoch: Ab der 26. Kalenderwoche wird ein Unternehmen aus Hohenwart die Arbeiten aufnehmen. osw

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