Aus dem Zornedinger Gemeinderat

Nach 31 Jahren: Wieder Schulden in Zorneding?

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Die Grundschulturnhalle in Zorneding wurde zum Sitzungssaal umfunktioniert.

Zorneding ist seit 1989 schuldenfrei – ob sich das halten lassen kann, steht in den Sternen. Emotional war es bei der letzten Sitzung auch. Sieben Mitglieder des Gemeinderates wurden verabschiedet

Zornedikng – Es war zwar auf der Tagesordnung der letzte Punkt, aber dafür auch der emotionalste während der letzten Gemeinderatssitzung dieser zu Ende gegangenen Wahlperiode 2014 bis 2020: Die Verabschiedung von sieben Mitgliedern des Zornedinger Gemeinderats. 

Auch hier sorgte Corona für neue Sitten. Es gab nur ein symbolisches Händeschütteln zwischen Bürgermeister Piet Mayr und den baldigen Ex-Rä- ten; von einer herzlichen Umarmung, die man hinsichtlich längjähriger Begleiter durchaus hätte nachvollziehen können, ganz zu schweigen. Und so brachte der Rathauschef „nur“ jeweils einen ansehnlichen Geschenkkorb – mit Einhaltung der gebotenen Distanz – an den jeweiligen Tisch: Schultisch wohlgemerkt, denn getagt wurde aus gegebenem Anlass in der Turnhalle der nahe am Rathaus befindlichen Grundschule. Trotz nur kurzer Dankesreden der Verabschiedeten, konnte man eine gewisse Rührseligkeit durchaus verspüren. Da kam das Gläschen Sekt, welches die Anwesenden zum Wohle anhoben, gerade recht. 

Ausgerechnet bei einem echten Urgestein war dem aber nicht unbedingt so: Christian Krumpholz, 3. Bürgermeister und seit 18 Jahren im Gemeinderat, verneinte unsere Frage ob herrschender Wehmut. Er bereue seine lange Mitgliedschaft in keinster Weise, im Gegenteil. Aber nun sei es genug, er habe freiwillig nicht mehr kandidiert, so der 58-jährige CSU-Mann.

Auch sein SPD-Kollege Werner Hintze kann auf eine so lange Zeit als Ratsmitglied zurückblicken. Mit ihm, Krumpholz und den übrigen „Ehemaligen“ - Stephan Raabe (SPD, 15 Jahre), Sylvia Boher (CSU, 14 Jahre), Hubert Röhrl (FW, 12 Jahre), Johannes Schott (CSU, 8 Jahre) und Tobias Hackl (CSU, 6 Jahre) - wolle Mayr zu gegebener Zeit das eigentlich vorher geplante Abschiedsessen nachholen, so der wiedergewählte Bürgermeister. Dieser hatte zu bedenken gegeben, dass die Rücklagen für die Gemeinde schnell sinken würden und: „Wir werden die Folgen noch lange spüren....“. Anlass war die von ihm genante Investitionssumme von 51 Millionen Euro zwischen 2014 und 2020; ungefähr 8,5, Millionen per anno. Das wird sich so schnell wohl nicht wiederholen lassen. Immerhin gab es am Sitzungsabend auch den Rechenschftsbericht für 2018, der geprüft und genehmigt worden war. Und dort heißt es: „Die Gemeinde ist seit 1989 schuldenfrei“. osw

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