Keine Steuererhöhung in Zorneding

Zorneding zeigt sich rücksichtsvoll:  für Steuerzahler und Kiesgrubenbetreiber

Kiesgrube in Zorneding
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Eine circa 1,2 Hektar offene Fläche im Zornedinger Südwesten wird erneut zwei Jahre lang nicht renaturiert.

Zorneding wird seine Grund- und Gewerbesteuer nicht erhöhen. Dies beschloss der Gemeinderat. Ein weiteres Thema: Die Kiesgrube im Südwesten der Gemeinde. Dies wird wohl erst in zwei Jahren renaturiert

Zorneding – Zorneding würde sich gegen Mehreinnahmen für die Gemeindekasse freilich nicht wehren, aber gute Nachricht für die hiesigen Steuerzahler: Trotz pandemiebedingter Mindereinnahmen werden Grund- und Gewerbesteuer nicht erhöht.

Dies war Thema im Gemeinderat zum Nachtragshaushalt 2020 ebenso, dass der Höchstbetrag der Kassenkredite unverändert bleibt. Umfangreicher zeigte sich die lange Liste der Maßnahmen, die finanziell in 2019 zu Buche schlugen. Besonders die Mehrausgaben für die örtlichen Kindergärten sorgten für gut 900.000 Euro Haushaltsüberschreitungen aus dem Jahr 2019, die nun genehmigt werden mussten und auch einstimmig abgenickt wurden.

Längere Diskussionen gab es erneut zum Thema E-Ladesäulen, wo Zorneding im Vergleich zu Nachbargemeinden noch immer auf der Stelle tritt. Immerhin wurde letztlich beschlossen, dass in der Tiefgarage des Rathauses eine Wallbox mit elf Kilowatt-Ladeleistung gegen eine Pauschale dem Zornedinger Autoteiler e.V. zur Verfügung gestellt wird, sollte sie denn doch in nicht allzuferner Zeit von der Gemeinde angeschafft werden. Diese Maßnahme wird von der neuen Klimaschutzmanagerin Elisabeth Buchmann als klimarelevant eingeschätzt, nicht verwunderlich.

Dass aber beim Thema Wiederverfüllung und Renaturierung einer großen Kiesgrube im Südwesten des Gemeindegebiets keine Klimarelevanz erkannt wurde - laut Buchmann aufgrund der geringen Größe - das mag verwundern: Der Kiesgrubenbetreiber hatte einen Antrag gestellt, die erfordelichen Maßnahmen erst in zwei Jahren vornehmen zu müssen. Das wurde von Ratmitgliedern mit 12:5 Stimmen für gut geheißen.

Bereits 2010 war ein solcher Antrag dieser Firma durchgewunken worden. Deren Argument heuer: Mangel an Wiederverfüll-Materialien „aufgrund der derzeit prekären Situation“. Was genau sich hinter dieser Begründung denn verberge, dies konnte oder wollte die zuständige Sprecherin des Kieswerkbetreibers aus Weyarn gegenüber „Hallo“ nicht hilfreich beantworten. „Hallo“ wird aber weiter nachfragen, Bericht folgt.osw

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