Zorneding diskutiert Zuschüsse

100 Euro für E-Ladesäulen?

Ladesäule für ein E-Auto
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Wünschenswert nicht nur in Zornedinger Tiefgaragen: Lademöglichkeit für ein Elektroauto

E-Mobilität soll in Zorneding verstärkt Zulauf gewinnen. Für Fördergelder seitens der Gemeinde formiert sich Widerstand

Zorneding – Der Energiearbeitskreis in Zorneding möchte mehr E-Mobilität in der Gemeinde. Die Verwaltung möchte hierzu Fördergelder zur Verfügung stellen. Diese sollen die Verfügbarkeit von E-Ladepunkten in Tiefgaragen und auf Garagenhöfen beschleunigen. Der Antrag wurde im Gemeinderat intensiver diskutiert, als es die Stimmung im Arbeitskreis vermuten ließ.

Vor allem die CSU-Vertreter sahen keinen Anlass für Gelder aus der Gemeindekasse, um Autobesitzer zu subventionieren. Man sei nicht gewählt worden, um mit öffentlichen Geldern Menschen zur E-Mobilität zu bringen, monierte CSU-Rat Glasl. Von einem Leuchturmprojekt schwärmte hingegen Helmut Obermaier (Grüne). Konkret ging es um 100 Euro für Vorrüstungen/Grundausstattung zum Aufbau gemeinschaftlicher Ladeinfrastruktur pro Stellplatz, der für ein E-Auto genutzt würde. Insgesamt sollten dafür 30.000 Euro auf den Weg gebracht werden, so der Vorschlag aus der Verwaltung. 100 Euro klingen nun nicht nach dem großen Wurf, sollen aber zumindest einen Anreiz schaffen, um ein „Auftanken“ am Wohnort zu ermöglichen und folglich das Betreiben eines Elektroautos attraktiver zu machen. Jutta Sirotek von der CSU war dagegen: „Wir sollten als Gemeinde keine Privatleute bezuschussen“. Ihrer Meinung nach wären 100 Euro nicht viel, aber die insgesamt 30.000 Euro könnte die Gemeindekasse für andere Zwecke gebrauchen. Gemischter Ansicht war der Abdin-Bey (FDP), denn er verwies auf staatliche Fördergelder für E-Autos in Höhe von bis zu 9.000 Euro.

Und wer sich so ein Fahrzeug anschaffe, der wisse auch, dass er eine Ladesäule braucht. Soll heißen, diese 100 Euro seien eigentlich kein besonderer Anreiz, eher ein Tropfen auf den heißen Stein, um sich für oder gegen E-Mobilität zu entscheiden. Gar von großer Begeisterung von Ortsansässigen am Herzogplatz sprach widerum die 2. Bürgermeisterin Bianka Poschenrieder (SPD), nachdem diese von möglichen Fördergeldern erfahren hatten . Das ewige Hin und Her missfiel schließlich Bürgermeister Piet Mayr. Eigentlich hätte man im Arbeitskreis Einigkeit pro Fördergelder gezeigt und nun werde erneut heftig diskutiert. Dann bräuchte es zukünftig keine Ausschüsse mehr, mahnte Mayr. Letztendlich erfolgte dann der Beschluss zugunsten der Fördergelder, obwohl die CSU-Fraktion dagegen votierte. osw

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