Aus dem Zornedinger Gemeinderat

Neue Kita Pöring: 100 Kinder mit Masken?

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Vorbildlich: Mitglieder des Bauausschusses schützen sich und andere.

Es sollte die letzte Sitzung des Zornedinger Bauausschusses in der zu Ende gehenden Wahlperiode sein. Und doch war es ein Neubeginn solch einer Versammlung: Ratsmitglieder, Besucher und Presse waren allesamt maskiert.

Zorneding – Dank Bürgermeister Piet Mayr auch diejenigen Sitzungsteilnehmer, welche im Vorfeld die aktuelle Situation scheinbar auf die leichte Schulter genommen hatten und maskenlos den Sitzungssaal betraten; Man verteilte großzügig Mund- und Nasenschutz. Angesichts solcher Veranstaltungen, in denen zwangsläufig oft der Mund wackelt, müsste eine Maskenpflicht selbstverständlich sein. 

Man kann nur hoffen und Daumen drücken, dass die Kinder und das Betreuungspersonal der zukünftigen Kita in Pöring beim Bezug auf derart Maskerade verzichten können: Auf dem Raiffeisengelände zwischen Anzinger- und St. Martin-Straße soll für vier Gruppen ein Neubau erstellt werden. Im Südwesten des Geländes, wo aktuell noch eine große, alte Lagerhalle auf ihren Abriss wartet, wird laut Konzept, welches im Bauausschuss vorgestellt wurde, ein Gebäude mit 1.100 m² Geschossfläche, knapp 600 m² Grundfläche und einem großen Garten-/Grünbereich gebaut werden. Auf dem Dach soll Solarenergie eingespeist werden, und es wird begrünt. Zwei Krippen- und zwei Kindergartengruppen sind geplant, um die 100 Kinder könnten es werden. Dass ein Hort noch nicht vorgesehen ist, begründete Piet Mayr mit einer ansonsten notwendig europaweiten Ausschreibung, was nochmals ein Jahr Zeitverzögerung bedeutet hätte. Aber im Nachhinein könne man so eine Unterbringung zusätzlich ermöglichen, handele es sich hierbei doch um eine modulare Bauweise. 

Es gab einige Nachfragen und Vorschläge in diesem Ausschuss, die aber ohne Fachleute nicht behandelt werden konnten. Daher wurde der geplante Beschlussvorschlag nicht angenommen, sondern offiziell in dieser Art abgelehnt. Das Thema wird dann aber im Mai in Anwesenheit des Architekten erneut diskutiert und abgesegnet. Ein Gutes hat die Verzögerung: Je länger sich der Bau und die Einweihung hinziehen umso eher könnten Kinder und Betreuungspersonal von einer Maskenpflicht verschont bleiben. osw

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