Aus dem Zornedinger Gemeindeblatt

On- oder offline, das ist hier die Frage

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Wie oft soll „Mein Zorneding“ im Jahr erscheinen? Darüber diskutierte der Gemeinderat.

Zornedinger entscheiden über neues Gemeindeblatt

Zorneding – Gut, dass die Zornedinger Gemeindeverwaltung die Meinung der Bevölkerung zu schätzen weiß. Denn in der August-Ausgabe des neu gestalteten Gemeindeblatts wird die Leserschaft gefragt, ob sie dieses Medium lieber in gedruckter Form lesen möchte oder eine Onlineausgabe auf der gemeindlichen Webseite erscheinen soll. Zudem wollen die Herausgeber wissen, wie denn die Optik oder der Inhalt beurteilt werden. 

Je nach Ergebnis kann dann etwa die Auflagenhöhe angepasst werden. Anlass zu diesen Infos war ein fraktionsübergreifender Antrag (SPD, FDP, FW, Grüne) in der März-Sitzung des Gemeinderats, der das Beibehalten einer zweimontagigen Auflage von „Mein Zorneding“ vorsieht. Die Antragsteller hatten befürchtet, dass eine - wie von der Verwaltung geplant - Erweiterung auf sechs Ausgaben im Jahr „mit einer Steigerung des Personalaufwandes und mit deutlich höheren Sachkosten verbunden“ sei. Werner Hinze von der SPD sprach von einer Zumutung, dass es angeblich nicht mehr Personalaufwand geben würde und keine Rede von zusätzlichem Sachaufwand in der Stellungnahme der Verwaltung. 

Dem entgegnete Geschäftsleiter Daniel Kommnick, dass er „dieses offene Feuer“ gegenüber der Verwaltung für überflüssig halte. Man habe den Antrag durchaus ernst genommen, der Sachvortrag stamme von der Verwaltung und Piet Mayr (A.d.R.: wurde von 2. Bürgermeisterin Bianka Poschenrieder als Sitzungsleiterin vertreten). Zudem verwies er deutlich auf die redaktionelle Hoheit der Verwaltung. Mit anderen Worten: Der Marktgemeinderat muss bei solchen Entscheidungen nicht eingebunden werden. 

Sussane Forster aus dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit, die sich um die Inhalte von „Mein Zorneding“ kümmert, weiß gerade von älteren Personen, die eben nicht online sind, dass sie sich über die Printausgabe freuen. Sie habe das Handwerk studiert und könne es im normalen Rahmen ihrer Arbeitszeit im Rathaus erledigen, eben auch sechs Ausgaben jährlich. Und: Andere Gemeinden würden jeden Monat ihr Infoblatt veröffentlichen, so Forster. Auf die Frage von FDP-Rat Peter Pernsteiner, ob denn bei den geplanten sechs Ausgaben 32 (wie bisher) oder 24 Seiten angedacht sind, antwortete Forster, sie hätte genügend Themen für 40 Seiten. Insgesamt gut 30 Minuten wurde über dieses eigentlich unspäktakuläre Thema diskutiert, was CSU-Rat Ferdinand Glasl kritisierte. Verletzte Eitelkeiten vermutete er dafür als Anlass - sprich: Vermeintlich eigenmächtiges Vorgehen der Verwaltung. Letztlich zeigten sich die Antragsteller von Forsters und Kommnicks Darstellung überzeugt und zogen ihren Antrag zurück. Nun haben also die Zornedinger das Wort: Print oder online, mehr Seiten oder weniger. osw

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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