30er Zone in der Wasserburger Straße

Zu viele Raser unterwegs: Familie Bauer aus Grafing langt‘s!

Julie Bauer (re.) und ihre Schwiegereltern Inge und Richard Bauer wollen es nicht mehr hinnehmen, dass sich die wenigsten Verkehrsteilnehmer an die Regeln halten
+
Julie Bauer (re.) und ihre Schwiegereltern Inge und Richard Bauer wollen es nicht mehr hinnehmen, dass sich die wenigsten Verkehrsteilnehmer an die Regeln halten

Die Bauers beklagen sich über zu schnell fahrende Autos in der 30er-Zone in Grafing

Grafing – Tatort: Wasserburger Straße, Grafing, Ortsausgang. Lange hat es gedauert bis die Straße saniert war. Ein knappes Jahr ist sie nun fertig und umgewandelt in eine Tempo-30-Zone. Das dürfte den Anwohnern schmecken. Nicht allen. Julie Bauer und ihre Schwiegereltern Inge und Richard Bauer sind sauer. Zwar hätte sich tatsächlich etwas verbessert, es sei vor allem nachts nicht mehr so laut, da kein Schwerlastverkehr mehr durch die Wasserburger Straße fahre, dennoch klagen sie über Lärmbelästigung. Weil sich die wenigsten Autofahrer an das vorgeschriebene Tempolimit halten würden.

„Lange hatte wir die Hoffnung, dass diese Straße endlich ruhiger wird.“ Ein wenig sei das zwar der Fall, „aber die Raser belasten uns.“ Ihr Einfamilienhaus liegt kurz vor dem Ortschild direkt an der Fahrbahn. „Die meisten Autofahrer halten sich einfach nicht an Tempo 30 und die ­Gemeinde tut nichts,“ echauffieren sie sich. Des ­Öfteren habe man deshalb bereits bei der Verwaltung vorgesprochen. Doch, „die Stadtverwaltung reagiert nicht. Die reden sich raus,“ so der Vorwurf.

Etwa 30 Prozent der Autofahrer hielten sich an die neue Regelung, erzählt Inge Bauer, der Rest nicht. „Vielleicht ist den Menschen die neue Regelung einfach nicht bewusst,“ vermutet Julie Bauer. „Was wir wollen, ist Aufklärung.“ Heißt im Klartext: man wünscht sich mehr Sichtbarkeit der Tempo-30- Zone, klarere Hinweise sowie mehr Polizeipräsenz samt Geschwindigkeitskontrollen. Worüber sie zudem den Kopf schütteln, sind die neuen Vorfahrtsregeln. „Von den Seitenstraßen gilt einmal rechts vor links, an einer anderen Kreuzung nicht.“

Es sei unklar, wer eigentlich Vorfahrt hätte. Man bemängelt: die Regelungen seien unübersichtlich. Gerade auswärtige Autofahrer hätten damit große Schwierigkeiten. Man blickt zur Stichstraße gegenüber des Hauses: „Dort hält sich niemand an rechts vor links, alle fahren einfach weiter und beschleunigen sogar, weil der Ort gleich zu Ende ist.“ Man spricht von einem Schildbürgerstreich. Ein wenig Hoffnung setzt man nun auf den neuen Bürgermeister Christian Bauer (CSU, will ihm aber noch etwas Zeit geben, da er ja noch nicht so lange im Amt ist. „Und selbst die Parkbuchten sind zu knapp bemessen,“ wird noch ergänzt. Man müsse sich da regelrecht durchschlängeln und so käme es immer wieder zu Situationen, in denen man einen anderen Verkehrsteilnehmer nötigen müsse oder eben genötigt werde. Die Bauers sind sauer und hoffen, dass endlich etwas geschieht - Kees

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Bauchwand- und Leistenbrüche nicht unterschätzen!
Bauchwand- und Leistenbrüche nicht unterschätzen!
Corona: Das sind die aktuellen Zahlen im Landkreis Ebersberg
Corona: Das sind die aktuellen Zahlen im Landkreis Ebersberg

Kommentare