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1200 Eingriffe pro Jahr: Ambulanter OP-Raum im Klinikum Landkreis Erding wurde aufwendig saniert

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Von links: Manuela Jüttner (stv. Anästhesie-Pflegeleitung), Landrat Martin Bayerstorfer, Dr. Thomas Vogt (Chefarzt Urologie), Michaela Zylka (Pflegedirektorin), Dr. Dirk Last (Krankenhausdirektor) und Dr. Lorenz Bott-Flügel (Ärztlicher Direktor)
Von links: Manuela Jüttner (stv. Anästhesie-Pflegeleitung), Landrat Martin Bayerstorfer, Dr. Thomas Vogt (Chefarzt Urologie), Michaela Zylka (Pflegedirektorin), Dr. Dirk Last (Krankenhausdirektor) und Dr. Lorenz Bott-Flügel (Ärztlicher Direktor) © Foto: Fritzen

Erding – Im Dezember wurde der neue urologische Röntgen-Arbeitsplatz, das sogenannte Uroskop, im Klinikum Landkreis Erding in Betrieb genommen. In unmittelbarer Nähe ist ein ambulanter OP-Raum. Dieser wurde ebenfalls saniert und ertüchtigt und nun in Betrieb genommen – und steht sämtlichen operierenden Abteilungen zur Verfügung.

„Mit dieser Investition entlasten wir unseren Haupt-OP, in dem in den vergangenen Jahren ein Großteil der ambulanten Eingriffe stattfinden musste“, so Landrat Martin Bayerstorfer. „Der ambulante OP ist nun auf dem neuesten Stand und hervorragend zur Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis geeignet.“ Und das gilt auch für Kinder in den Bereichen Urologie und Unfallchirurgie: der bisher jüngste urologische Patient von Chefarzt Dr. Thomas Vogt, der auch Kinderurologe ist, war acht Jahre alt. Und auch Chefarzt Prof. Dr. Gerhard Konrad kann Kinder ab vier Jahren behandeln: in seiner Abteilung Unfallchirurgie und Orthopädie wird das gesamte Spektrum der Kindertraumatologie angeboten, wozu neben konservativen Behandlungsmethoden auch kindgerechte minimalinvasive operative Verfahren gehören.

Beim ambulanten OP wurden neben den normalen Sanierungsmaßnahmen wie Erneuerung der Böden und Streichen der Wände auch hygienische Maßnahmen wie z.B. Aufbringen von Wandverkleidungen umgesetzt. Zudem wurde eine Lüftungsanlage der Klasse 1B installiert, die für einen breit aufgestellten Betrieb eines ambulanten OPs erforderlich ist. Darüber hinaus wird der ambulante OP noch einen fahrbaren OP-Turm mit Videoeinheit bekommen. Hinzu kommen ein neuer Aufwachraum mit vier Betten sowie drei Entspannungsstühlen. Insgesamt investiert hat der Landkreis hierfür 240.000 Euro; 70.000 Euro davon sind für den neuen OP-Turm veranschlagt. Geplant, vorbereitet und koordiniert wurden die Arbeiten rund um den ambulanten OP-Bereich in der Urologie, ebenso wie beim neuen Uroskop, vom Fachbereich 12 (Bauunterhalt/Liegenschaftsmanagement) des Landratsamts, der für die reibungslose und zeitlich schnelle bauliche Umsetzung verantwortlich zeichnete.

Der ambulante OP in der Urologie bietet zahlreiche Vorteile, darunter eine ruhige Atmosphäre sowie eine Trennung der Patientenströme, da diese nicht mehr über den Haupteingang das Klinikum betreten müssen, sondern über den Seiteneingang bei der Urologie. Ca. 80 % der ambulanten Eingriffe des gesamten Hauses können in diesem neu geschaffenen Bereich nun von einem eingespielten Team versorgt werden, bei rund 1.200 ambulanten Eingriffen pro Jahr. Zusätzlich wird wie bereits erwähnt auf diese Weise der Haupt-OP entlastet, wo künftig mehr Patienten operiert werden können, die eine stationäre Versorgung benötigen. Das ambulante Operationszentrum soll in den nächsten Jahren perspektivisch noch um weitere zwei Säle erweitert werden, geplant in einem Neubau, nicht zuletzt da aufgrund des medizinischen Fortschritts die Möglichkeiten des ambulanten Operierens weiter zunehmen.

Daniela Fritzen

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